Montagsreifen: Nicky Hayden ist bitter enttäuscht
Nach dem umjubelten dritten Platz am Samstag wurde es für Honda-Star Nicky Hayden im zweiten Rennen der Superbike-WM in Laguna Seca am Sonntag nur Platz 5. Die Schuld dafür wird dem Vorderreifen zugeschoben.
Bei jedem Überseerennen beklagen sich Fahrer darüber, dass sie einen schlechten Reifen erwischt haben. Das Problem ist von Ausrüster Pirelli hausgemacht. Die Reifen werden von Europa aus in nicht klimatisierten Containern transportiert. Je nachdem, wo der Reifen im Container gelagert wird, ist er anderen Temperaturen ausgesetzt. Teams und Fahrer vermuten, dass dies Auswirkungen auf die Perfomance des schwarzen Runds hat.
"Vor dem Abbruch war Nicky vorne dabei, im Rerun hatte er keine Chance mehr", fiel Honda-Teammanager Ronald ten Kate auf. "Das Einzige, was wir geändert haben, ist der Reifen."
"Ich kann noch nicht genau sagen, was passiert ist", grübelte Hayden nach Platz 5. "In den Bremszonen war das Gefühl für den Vorderreifen komplett anders, ich verlor das gesamte Vertrauen. Ich will aber auf niemandem mit dem Finger zeigen. Vor dem Abbruch fühlte ich mich sehr gut, ich fuhr auf Rennreifen meine schnellste Zeit während des Wochenendes. Ich fuhr 1:23,8 min, schloss die Lücke nach vorne und dachte, dass ich mit den Jungs kämpfen kann. Nach der roten Flagge war das unmöglich."
Mit 27 Punkten ist Hayden nach Sonntag-Sieger Tom Sykes (Kawasaki/45) zweiterfolgreichster Fahrer des Wochenendes. "Zu dumm, dass das nicht Motocross ist, sonst wäre ich Zweiter im Grand Prix", meinte der Amerikaner.
Mit insgesamt 173 Punkten ist Hayden nach wie vor WM-Sechster. Die mit 185 Zählern punktgleichen Davide Giugliano (Ducati) und Michael van der Mark (Honda) sind in Reichweite.
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