3 WM-Punkte! Dominic Schmitter rockt Laguna Seca

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Das Team Grillini Kawasaki feierte die drei WM-Punkte wie drei Siege

Das Team Grillini Kawasaki feierte die drei WM-Punkte wie drei Siege

Bei der Paddock-Show wurde Dominic Schmitter von den US-Fans wie ein Star gefeiert. Als er vier Stunden später den zweiten Superbike-WM-Lauf in Laguna Seca mit 3 Punkten beendete, lag ihm auch das Grillini-Team zu Füßen.

Nirgends sonst sind die Fans so begeisterungsfähig wie in den USA. Wenn sie dann noch auf einen jungen, offenen, freundlichen Typen mit feinem Sinn für Humor treffen, flippen sie aus.

So geschehen bei der täglichen Paddock-Show in Laguna Seca, als Dominic Schmitter auf die Bühne kam. «Die Fans lieben ihn, ein super Junge», jubelte der Moderator. Schmunzeln musste ich, als ein paar Fans ein Foto mit Domi wollten und dem rechts neben ihm sitzenden Tom Sykes klar machten, er solle bitte aus dem Bild verschwinden...

Gejubelt hat vier Stunden später auch sein Team Grillini Kawasaki. Zwei Drittel der Renndistanz konnte sich Schmitter vor dem ehemaligen MotoGP-Piloten Karel Abraham auf seiner werksunterstützten BMW behaupten, im Ziel wurde es Rang 13. Drei WM-Punkte – für das kleine Team ist das wie drei Siege. Die Italiener waren so begeistert, dass sie im Parc fermé jede Menge Teamfotos schossen, so ein besonderer Moment musste festgehalten werden.

«So ein Resultat ist nur möglich, wenn andere ausfallen», ist sich Schmitter bewusst. Aber eben: Während mehrere Etablierte ihre Motorräder in die Botanik schmissen, blieb der Rookie auf einer der schwierigsten Strecken der Welt auf seiner ZX-10R sitzen. Auf einer Piste, auf der man «Eier so groß wie Melonen» braucht, um Sonntag-Sieger Tom Sykes zu zitieren.

Am Samstag verpasste Schmitter als 16. knapp die Punkte, im zweiten Rennen am Sonntag holte er als 13. in seiner ersten Saison sein bestes Superbike-WM-Resultat. «Wir haben einen anderen Reifen verwendet, das Motorrad funktionierte gut», lobte er seine Crew. «Mir gingen die Zeiten leichter von der Hand, mit weniger Risiko. Ich gab das Maximum.»

Über den Kampf mit dem ehemaligen GP-Sieger Abraham erzählte der 22-Jährige SPEEDWEEK.com: «Ich fragte mich die ganze Zeit, wer da hinter mir ist. Ich habe am Anfang richtig fest gepusht. Mein Start war gut, Abraham lag hinter mir. Dann habe ich mich darauf eingestellt ihn ziehen zu lassen. Einige werden jetzt sagen, dass das nicht gut ist. Aber ich habe gegen diese Werks-BMW keine Chance. In die Kurven rein war ich viel schneller als er, aber beim Rausbeschleunigen... Ich gebe früher Gas, aber es kommt halt nicht so viel Power wie bei ihm. Anstatt meinen Platz wegzuwerfen, habe ich ihn ins Ziel gefahren. Das Team freute sich mega, ich kann das gar nicht richtig in Worte fassen. Ich hoffe, dass dieses Rennen viele in der Heimat gesehen haben, auch wenn es spät im Fernsehen kam. Und dass gut über mich geredet wurde. Ich kann nur allen danken.»

Steve Guttridge, Rennchef von Kawasaki Europa, ordnete die Leistung von Schmitter richtig ein: «Die Bikes von Pedercini entsprechen zu 90 Prozent den Werksmaschinen von Rea und Sykes. Das Bike von Ramos von GoEleven ist nicht weit weg davon. Dominic ist der Einzige im Feld, der noch mit dem alten Motorrad fährt. Ich kann nicht genau sagen, wie viel das pro Runde ausmacht. Aber Fakt ist: Die neue ZX-10R war vom ersten Tag an schneller als das über Jahre entwickelte Vorgängermodell.»

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