Nicky Hayden: «Brauchen mehr Fahrer wie Stefan Bradl»

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Superbike-Rookie Nicky Hayden kann sein erstes Jahr in der Weltmeisterschaft auf Rang 4 beenden. Dass dies nicht einfach wird, ist dem Honda-Star bewusst: «Der Level ist sehr hoch, die Motorräder sind interessant.»

Mit seinem Sieg im Regen von Sepang sowie dritten Plätzen in Assen und Laguna Seca hat es Nicky Hayden in seiner ersten Superbike-Saison bereits dreimal aufs Podium geschafft. Die Kawasaki-Werksfahrer Jonathan Rea (368 Punkte) und Tom Sykes (322) sowie Ducati-Ass Chaz Davies (260) sind in der Gesamtwertung zwar längst außer Reichweite, aber WM-Rang 4 ist für den Amerikaner möglich. Davide Giugliano (Aruba.it Ducati) und Honda-Teamkollege Michael van der Mark liegen mit jeweils 185 Punkten nur 12 vor Hayden.

Konntest du deine Erwartungen in deiner ersten Superbike-Saison bislang erfüllen, fragte SPEEDWEEK.com den MotoGP-Weltmeister von 2006. «Wievielter bin ich jetzt in der Meisterschaft, Sechster?», konterte Hayden. «Yeah, das ist kein Desaster. Ich war etwas nervös vor der Saison, weil einige Fahrer, die lange MotoGP fuhren, nie in der Lage waren sich an das Superbike anzupassen. Positiv ist, dass ich konkurrenzfähig bin, ein Rennen zu gewinnen war großartig. Aber natürlich erwarte ich sehr viel von mir selbst. Nur konkurrenzfähig zu sein ist nicht genug für mich. Ich bin jetzt 34 Jahre alt, die Fans und das Team unterstützen mich, meine Familie liebt mich, ich genieße es. Der Level in der Superbike-WM ist sehr hoch, die Motorräder sind interessant und die Zuschauerzahlen gut. Die Rundenzeiten sind auf vielen Rennstrecken sehr ähnlich zu jenen, die ich in MotoGP gefahren bin. Es gibt nichts, worüber ich mich beklagen kann.»

Wer 2017 dein Teamkollege wird, weißt du noch nicht? Es zeichnet sich ab, dass van der Mark ins Yamaha-Werksteam wechselt und Stefan Bradl an deiner Seite fahren wird. Hayden: «Offiziell weiß ich gar nichts. Ich kann nur sagen: Stefan ist ein Moto2-Weltmeister, wir kommen gut miteinander aus. Er wäre ein weiterer Topfahrer, wir brauchen mehr Fahrer wie ihn. Ich sehe keinen Grund, weshalb er sich bei den Superbikes nicht gut schlagen sollte. Ein Moto2-Bike bewegt sich viel, slidet viel – wie ein Superbike. Außerdem: Die guten Fahrer kommen mit jedem Motorrad klar. Stefan ist gut genug, um in der Superbike-WM zu bestehen.»

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