Pedercini Kawasaki: Interesse von West und Abraham

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Der Australier Anthony West zeigt 2016 mit regelmäßigen Top-10-Ergebnissen, wozu die Kawasaki ZX-10R des Pedercini-Teams in der Superbike-WM fähig ist. Solche Leistungen schaffen Interesse.

Am 15. März und 15. Juni 2016 hätte Sylvain Barrier das Geld für seinen Start im Team Pedercini Kawasaki bezahlen müssen. Weil er seit seinem Sturz im MotorLand Aragón Anfang April verletzt ist, der Franzose brach sich mehrfach die rechte Mittelhand, sah er bis dahin keine Veranlassung, seiner Zahlungsverpflichtung nachzukommen.

Teamchef Lucio Pedercini sprach deshalb bereits mit seinen Anwälten, er lässt Barrier aber eine Türe offen. Bezahlt der zweifache Superstock-1000-Champion und ist fit, dann darf er ins Team zurückkehren und könnte sich in den letzten vier Events für einen Startplatz 2017 empfehlen.

Ist das nicht der Fall, will Pedercini auch bei den Rennen in der Lausitz, Magny-Cours, Jerez und Doha auf den schnellen Australier Anthony West zurückgreifen. Doch während Barrier für seinen Start bezahlen muss, will West Geld verdienen. Pedercini hangelt sich also von Rennen zu Rennen, je nach Kassenlage.

«Es ist super mit Anthony», unterstreicht Pedercini. «Er ist ein sehr guter Typ und ein sehr guter Fahrer und alle wissen, dass er im Nassen schnell ist. Aber ich war am Samstag in Malaysia noch mehr beeindruckt, als er im Trockenen Neunter wurde. Wenn Sylvain in Deutschland zurückkommt, werden wir mit ihm weitermachen, andernfalls mit Anthony. Und vielleicht können wir da auch etwas für nächstes Jahr machen.»

West hat dem Team bereits mitgeteilt, dass er 2017 gerne Vollzeit für sie fahren würde. Der langjährige GP-Fahrer weiß aber auch, dass Pedercini besseres Personal braucht, wenn sie weiter nach vorne kommen wollen.

Fix ist: Pedercini wird auch in der Superbike-WM 2017 zwei Kawasaki ZX-10R einsetzen, mit dem Katari Saeed al Sulaiti soll es weitergehen. Nicht nur, weil dieser in Laguna Seca seinen ersten WM-Punkt eroberte, sondern weil der katarische Verband QMMF massiv zur Kassenaufbesserung des italienischen Teams beiträgt.

Karel Abraham, der seinen Platz im Milwaukee-Team verlieren wird, hat bei Pedercini ebenfalls vorgefühlt. «Ich habe mit Herrn Pedercini gesprochen, Verhandlungen sind das aber noch keine», sagte der Tscheche gegenüber SPEEDWEEK.com. «Wir reden und werden uns auch mal treffen. Ich konzentriere mich aber nach wie vor auf Milwaukee und möchte herausfinden, wie es dort weitergeht.»

Milwaukee-Teamchef Shaun Muir wird die kommenden Tage entscheiden, ob es 2017 mit BMW weitergeht oder ob er zu Aprilia wechselt. So oder so: Abraham steht auf der Wunschliste der zukünftigen Fahrer nicht in den Top-4. Eugene Laverty, Leon Camier, Sylvain Guintoli und Davide Giugliano sind erwünschter.

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