Sidecar-News: Kirsi macht Pause, dafür Cluze ins Boot

Von Rudi Hagen
Seitenwagen-WM
Pekka Päivärinta (hier mit Kirsi Kainulainen in Assen) fährt demnächst vielleicht mit Gregory Cluze

Pekka Päivärinta (hier mit Kirsi Kainulainen in Assen) fährt demnächst vielleicht mit Gregory Cluze

In der Sidecar-WM 2018 plant Kirsi Kainulainen eine Pause vom Rennsport, der Franzose Gregory Cluze steigt bei Pekka Päivärinta ins Boot. Jakob Rutz ist aus der WM ausgestiegen, Tim Reeves wird 2018 wieder dabei sein.

Die Reduzierung des Hubraums in der Seitenwagen-Weltmeisterschaft von 1000 auf 600 ccm ist noch nicht so angenommen, wie sich die Verantwortlichen bei der FIM sich das vorstellen. Zuletzt waren in Assen auf dem TT Circuit zum sechsten von nur acht Rennen ganze 15 Teams am Start und das vor voll besetzten Tribünen beim sogenannten «Gamma Racing Day».

Unter den 15 Teams waren zudem mit den Briten Scott Lawrie/Callum Lawson und Brian Gray/Jason Pitt (GB) Gaststarter, die die Gelegenheit nutzten, für den Lauf zur britischen Meisterschaft BSB am 1. Oktober in Assen zu trainieren. Ebenfalls als Gaststarter dabei waren Mike Roscher und seine Schweizer Beifahrerin Anna Burkard. Sie traten mit einem F2-Gespann an, waren aber erkennbar untermotorisiert und wurden Letzte.

Die Plätze vor ihnen belegten mit Tony Baker/Fiona Baker-Holden (GB) und Eckart Rösinger/Steffen Werner (D) zwei permanente WM-Starter, die ebenfalls mit einem kurzen Chassis unterwegs sind. Die F2-Gespanne haben gegen die (langen) F1-Chassis aber keine Chance auf vordere Plätze, was die Attraktivität der WM deutlich schwächt.

Die aktuelle WM ist eine Vierklassen-Gesellschaft. Vorneweg fahren die Briten Ben und Tom Birchall, die absoluten Dominatoren dieser Klasse, dahinter folgen auf etwa dem gleichen Niveau der Finne Pekka Päivärinta und seine Landsfrau und Lebensgefährtin Kirsi Kainulainen. Von der Motorleistung scheinen Birchalls Yamaha und Päivärintas Honda einigermaßen gleichauf zu sein, aber der Fahrstil der Brüder aus Mansfield im englischen Nottinghamshire ist in den Kurven ungleich weicher als der des Finnen, dem immer noch ein wenig der 1000er-Hauruck-Stil anzusehen ist.

Wie man hört, wird sich Kirsi Kainulainen im nächsten Jahr eine Pause vom Rennsport gönnen. Einspringen soll dann der Franzose Gregory Cluze, der zuletzt mit dem sechsfachen Seitenwagen-Weltmeister (F1/F2) Tim Reeves aus Maidstone/Kent unterwegs war und der in dieser Saison pausiert. Auch Ausnahme-Pilot Reeves soll 2018 in der WM wieder mitfahren, was der Serie eine deutliche Aufwertung bescheren würde.

Hinter den Birchalls und den Finnen tut sich in der momentanen WM leistungsmäßig eine 20-Sekunden-Lücke auf, in die das niederländisch-französische Doppel Bennie Streuer/Kevin Rousseau (Honda LCR) und die Briten John Holden/Mark Wilkes (Kawasaki LCR) einzuordnen sind.

Dahinter folgt ein großes Mittelfeld mit Michael Grabmüller/Sebastien Lavorel (A/F) auf einer Yamaha LCR an der Spitze, den aufstrebenden Rookies Lewis Blackstock/Patrick Rosney aus England, die jetzt erfolgreich von einem F2 auf eine F1 Suzuki LCR umgestiegen sind, den Wieder-Einsteigern Briten Scott Lawrie/Callum Lawson (Suzuki LCR), Peter Kimeswenger/Jens Lehnertz (A/D) auf einer Kawasaki LCR, dem slowenisch-neuseeländischen Team Janez Remše/Robbie Shorter (Yamaha ARS) und den Österreichern Günther Bachmaier/Manfred Wechselberger (Suzuki LCR).

Zu dieser Gruppe zählt auch noch Jakob Rutz und Beifahrer Marcel Fries, die auch in der IDM am Start sind. In Assen beim WM-Lauf waren die beiden Schweizer nicht dabei. Wie verlautete, werden sie in der WM nicht mehr antreten.

Die vierte und letzte Gruppe bilden in der momentanen WM leistungsmäßig die Deutschen Eckart Rösinger/Steffen Werner (F2 Suzuki Baker) und die Briten Tony Baker/Fiona Baker-Holden (F2 Suzuki Baker).

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