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«Matej Ferjan war ein grosses Vorbild»

Von Borut Cvetko
Matej Zagar betrauert einen Freund und Konkurrenten

Matej Zagar betrauert einen Freund und Konkurrenten

Der Tod von Matej Ferjan hat auch seine Wegbegleiter schwer getroffen. SPEEDWEEK sprach mit seinem Konkurrenten Matej Zagar und Nationaltrainer Franci Kalin.

«Wir alle wissen, wer und was Matej war, welche Grösse er hatte – nicht nur als Sportler, sondern auch als Mensch», sagt Matej Zagar, der Ferjan vor Jahren in Slowenien vom Thron stiess. «Es tut mir leid, dass ich den Konkurrenten auf dem letzten Millimeter der Bahn verloren habe – und ein Freund ausserhalb des Sports. Speedwayfahrer sind alle untereinander verbunden. Und wir waren es als Slowenen, wofür ich ihn immer hielt, egal, ob er die ungarische Staatsbürgerschaft annahm. Nur Menschen, die lange in den Fahrerlagern dieser Welt zusammen waren, wissen, von welchem Zusammenhalt ich spreche. Ich finde schwer noch irgendwelche Worte, weil ich noch immer geschockt bin – mir flossen die Tränen, als ich von seinem Tod erfuhr. Matej war mein erster echter Konkurrent, leider werden wir uns nie mehr messen können. Unser Duell hat auch den slowenischen Fans immer sehr viel bedeutet. Er pflegte immer zu sagen: The show must go on! Ruhe in Frieden!»

Franci Kalin gilt als der Entdecker von Matej Ferjan, er ist auch heute noch slowenischer Nationaltrainer: «Matej war von Anfang an ein echter Sportler, wie man es von kaum einem anderen vor ihm sagen kann. Als Skifahrer wusste er sofort, was Sport bedeutet. Ich erinnere mich, dass sein Vater nicht wusste, dass er als 16-Jähriger anfing zu trainieren. Man merkte es ihm an, dass er ein Meister in Vorbereitung und Logistik war, was nicht so einfach ist. Als Teenager gab er sofort hundert Prozent, was ich sehr beeindruckend fand. Ich hatte nie Probleme mit ihm. Er war natürlich eigensinnig – wie alle Leistungssportler –, er war bereit, anderen zu helfen und immer zu trainieren, und war deswegen für alle ein gutes Vorbild. Ich hatte letzten Winter Kontakt mit ihm, weil wir erwarteten, dass er sich wieder dem slowenischen Nationalteam anschliessen wird. Leider wird das jetzt nie wieder passieren. Matej war der Wegbereiter für das Aufblühen des slowenischen Speedway-Sports. Kein anderer hat dafür so viel geleistet wie er.»

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