Martin Smolinski: «Es fehlen Offizielle mit Eiern»

Von Manuel Wüst
Speedway
«Einige Fahrer machen den Sport kaputt», schimpfte Martin Smolinski

«Einige Fahrer machen den Sport kaputt», schimpfte Martin Smolinski

Zehn Läufe waren beim DMV-Länderkampf auf der Speedwaybahn in Pocking gefahren, als der große Regen kam. «Früher waren noch Männer am Startband und keine Schönwetterfahrer», lästerte Martin Smolinski.

Nach dem Regen gab es, wie so oft in Deutschland, unzählige Gespräche und Beratschlagungen zwischen Fahrern und Offiziellen, die Fans auf der Tribüne hofften für das bezahlte Eintrittsgeld noch ein paar Rennläufe zu sehen. Im Fahrerlager herrschten verschiedene Meinungen: Während einige weiterfahren und den Fans auch unter widrigen Umständen noch einige Läufe bieten wollten, wollte der Rest lieber auf schnellstem Weg die Heimreise antreten.

Dass das Rennen letzten Endes abgebrochen wurde, brachte Martin Smolinski auf die Palme. Der Olchinger ließ nichts unversucht und stieg sogar selbst auf den Bahndiensttraktor. «Wie soll das weitergehen mit unserem geliebten Sport», fragte der Deutsche Meister. «Speedway war noch nie ein sauberer Sport, aber sobald ein kleiner Regenschauer kommt, haben alle die Hosen voll. Der Verein macht sich viel Mühe, und ein paar Mann von der anderen Seite der Welt machen den Sport kaputt. Nur gemeinsam kann der Sport am Leben bleiben. Ich bin zwar noch nicht der Älteste, aber in den good old days waren noch Männer am Startband und keine Schönwetterfahrer.»

Auch das allgemeine Chaos und die zu vielen Diskussionen nervten den deutschen Spitzenfahrer: «Es fehlt an Offiziellen mit Eiern in der Hose. Die sagen, so wird’s gemacht und nicht 20 Leute, die da mitreden wollen. Wer nicht ans Startband rollen will, bekommt halt auch kein Geld! Mir tun vor allem die Leid, die bei jedem Wetter hinter uns stehen und ausharren und das Geld zu den Veranstaltern tragen. Ich kann nur ein dickes danke an euch alle sagen, ohne euch Fans sind wir Fahrer nichts – leider kapieren das zu wenig Fahrer!»

In dem Länderkampf traten Teams aus Deutschland, Australien und Dänemark gegen eine Europa-Auswahl an.

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