René Deddens: Regelung mit den B-Fahrern überdenken

Von Rudi Hagen
Speedway-Bundesliga
René Deddens ärgert sich über das Reglement

René Deddens ärgert sich über das Reglement

Die Saison verlief für René Deddens unterschiedlich: Es ging auf und ab für den Cloppenburger. Er regt an, das Reglement für die Einteilung der B-Fahrer in der Speedway-Bundesliga zu überdenken.

Nach einer berufsbedingten zweijährigen Auszeit stieg René Deddens zu Beginn der Saison 2015 wieder in den Speedwaysport ein. Mit dem AC Landshut wurde der Cloppenburger Deutscher Vizemeister. SPEEDWEEK.com unterhielt sich mit dem 23-Jährigen über die Saison und welche Pläne er für das kommende Jahr hat.

René, wie lief die Saison 2015 aus deiner Sicht?

Das war irgendwie ein Auf und Ab bei mir. Mit dem Osterrennen in Güstrow und dem Paar-Cup in Meißen fing es gut an, aber mein Auftritt bei den Best Pairs in Esbjerg ging dann voll in die Hose. Ich habe da mehr mit mir selbst und der Bahn gekämpft anstatt zu zeigen, was ich wirklich kann. Danach hatte ich einige Wochen einen kleinen Knick im Kopf.

Es lief dann aber wieder besser, oder?

Ja, im Juli und August hatte ich viele sehr gute Rennen. Aber ausgerechnet mein Heimrennen in Cloppenburg habe ich versemmelt. Ich hatte Dreck auf der Brille, keine Sicht und ab ging es auf den Boden. Aber am Tag danach wurde ich Sechster bei der DM und später beim Goldhelmrennen in Veenord Zweiter. Also für mich das Fazit: Es hätte besser laufen können, aber auch schlechter.

Wie war es in der Bundesliga?

Ach, da bin ich bitter enttäuscht, obwohl ich mich mit dem Titel «Vizemeister» als Mitglied des AC Landshut schmücken könnte. Ich bin einfach enttäuscht über das Reglement. Die Einteilung müsste mal stark überdacht werden. Zum Beispiel sind Smolinski und Huckenbeck B-Fahrer, obwohl sie auch international durchaus erfolgreich unterwegs sind. Ich bin aber ebenfalls B-Fahrer, obwohl ich voll berufstätig bin. Das Gleiche gilt zum Beispiel auch für Matze Schultz. Wenn dann nur zwei B-Fahrer im Bundesligateam fahren dürfen, fehlen uns die Einsätze. Man könnte vielleicht auf drei B-Fahrer pro Team aufstocken.

Wie geht es 2016 weiter mit dir?

Ich fahre in der 2. Liga für Olching. Für Landshut fahre ich nicht mehr, denn mit Smoli, Härtel und Erik Riss ist die Konkurrenz zu groß. Ich habe lockere Anfragen von anderen Clubs, mehr momentan nicht. Schade, dass es in Norden nicht weitergeht, das war ein interessantes Projekt. Und bei mir zuhause in Cloppenburg muss man sehen, ob mal ein Bundesligateam zustande kommt. Ich glaube, sie halten sich erstmal bedeckt, nach den Regenausfällen in den letzten Jahren.

Arbeitest du immer noch mit dem dänischen Tuner Flemming Graversen zusammen?

Auf jeden Fall. Ich bin sehr, sehr zufrieden mit ihm. Ich hatte in den letzten zwei Jahren keinen einzigen Ausfall wegen eines Motordefektes zu verzeichnen.

Man bekommt dich zur Zeit wenig zu Gesicht. Arbeitest du so viel?

Das ist es. Ich muss im Winter mehr arbeiten als sonst, da ich die Stunden aufbauen muss für die kommende Saison.

Dein Spitzname lautet «RD#7». Was bedeutet das?

Nun, RD heisst René Deddens, und die 7 ist meine Glückszahl. Ich bin mit der Nummer 7 in den Juniorenklassen 3x Deutscher Meister geworden und habe die Benefizrennen für Sönke Petersen und Simon Wigg jeweils mit der 7 gewonnen.

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