Martin Smolinski: Es geht um seine Zukunft als Profi

Von Manuel Wüst
Speedway-GP
Mit nur einem Punkt im Gepäck und reichlich neuen Erkenntnissen im Duell mit der Speedway-Weltelite, kehrte Martin Smolinski vom Grand Prix in Schweden zurück.

«Es gibt nicht viel zu sagen, ich fühle mich unter Wert geschlagen, mit einem stumpfen Messer kann ich keine Sau zerlegen», hielt Martin Smolinski nach seinem letzten Platz beim Grand Prix in Malilla fest, wo er als Ersatz für den verletzten Weltmeister Greg Hancock zum Einsatz kam. «Die Leistung der Jawa-Motoren ist zurzeit nicht auf GP-Niveau, es war eine Blamage für mich. Diesem Ansehen muss ich ein Ende setzen. In einer Woche ist der alles entscheidende Speedway-Grand-Prix-Challenge, dort geht es um meine Zukunft als Profisportler. Daher muss ich nun, ohne Rücksicht auf Verluste, alles auf eine Karte setzen.»

Wie die Änderungen aussehen werden, will der Bayer nicht verraten: «Erst müssen einige Weichen gestellt werden.»

Eine richtungsweisende Woche mit vier Rennen in drei Ländern steht bevor. Das wichtigste Rennen findet am kommenden Samstag in Togliatti, 1000 Kilometer südöstlich von Moskau, statt. Aus dem Speedway-GP-Challenge qualifizieren sich die Top-3 für den Grand Prix 2018. «Wir haben viel Arbeit vor uns, nach dem GP in Schweden muss sich was tun», so Smolinski.

Bevor es nach Russland geht, wird der Bayer am kommenden Mittwoch erneut in der dänischen Liga an den Start gehen. Die Verantwortlichen verpflichteten Smoli nach seinem überzeugenden Auftritt vergangener Woche für ein weiteres Rennen.

Von Dänemark aus geht es für das Team weiter nach Gnesen in Polen, wo das finale Rennen der Speedway-Best-Pairs-Serie ausgetragen wird. «Wir haben auch unabhängig von der Best-Pairs-Serie einen guten Zusammenhalt im Trans MF Pro Race Team», schilderte Smoli. «Nicki Pedersen, der derzeit leider verletzt ist, hat mir mit einem Mechaniker erst kürzlich ausgeholfen, wir stehen derzeit in engem Kontakt.»

Abschluss des Rennmarathons wird am Sonntag beim Ligarennen in Ostrowo sein, wo der 32-Jährige für Lublin in der zweiten polnischen Liga an den Start gehen wird, das Team steckt mitten im Aufstiegskampf.

«Die kommende Woche ist eine der entscheidendsten der Saison», weiß Smolinski.

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