Speedway-GP

Nicki Pedersen: «Ich schaue jeden Tag in den Spiegel»

Von Ivo Schützbach - 13.08.2018 12:25

Der dreifache Weltmeister Nicki Pedersen konnte in Malilla nach 35 Monaten endlich wieder einen Speedway-Grand-Prix gewinnen. «Der Racer steckt in mir, ich gebe nie auf», versicherte der 41-jährige Däne.

Nicki Pedersen erlebte schwierige Jahre in der Speedway-Weltmeisterschaft. Nach 2015, damals wurde er WM-Dritter und gewann bei fünf Finalteilnahmen drei Grands Prix, brachte der inzwischen 41-jährige Däne nicht mehr viel zustande. Von mehreren schweren Verletzungen geplagt, wurde er 2016 WM-13., letztes Jahr fuhr er nur zwei Grands Prix und wurde Gesamt-20. Pedersen fährt dieses Jahr nur Grand Prix, weil er eine der vier Dauer-Wildcards erhielt.

Samstagabend sahen wir in Malilla bei schwierigen Bahnbedingungen einen Nicki Pedersen wie in seinen besten Zeiten. Als Vierter nach den Vorläufen qualifizierte er sich für die Halbfinals, in diesem wurde er Zweiter, im Finale setzte er sich mit einem sehenswerten Manöver gegen Matej Zagar und Fredrik Lindgren durch.

Pedersen holte seinen ersten GP-Sieg seit dem 3. Oktober 2015 in Thorn. Es war seine erste Finalteilnahme seit dem 11. Juni 2016, damals wurde er in Horsens disqualifiziert und damit Vierter.

Mit seinen 15 Punkten und dem Sieg in Malilla verbesserte sich Pedersen in der Gesamtwertung auf Platz 10, zum rettenden achten Rang, der ihm einen Platz im Speedway-GP 2019 garantiert, fehlen ihm bei noch vier ausstehenden Rennen sieben Punkte.

«Für die Leute ist es immer einfach zu sagen, er ist am Ende», weiß der dreifache Weltmeister. «Aber ich und meine Familie glaubten immer an mich. Ich weiß, wo ich stehe. Ich schaue jeden Tag in den Spiegel. An dem Tag, an dem ich weiß, dass ich am Ende bin, werde ich nicht mehr aufs Motorrad steigen. Es geht aufwärts. Ich habe mir zweimal den gleichen Rückenwirbel gebrochen. Ich war deshalb nicht auf der Höhe und auch die Motoren waren nicht so, wie ich sie mir wünsche. Aber wir steckten nicht auf und arbeiteten hart für jeden Punkt.»

Pedersen hatte in Malilla gute Starts, er fuhr aggressiv und hatte auch den nötigen Speed. «Mit dem Verlauf des Rennens merkte ich, dass ich es ins Finale schaffen kann, sogar aufs Podium», erzählte der Däne. «Es ist so einfach zu sagen, ich will gewinnen. Aber dafür muss alles auf den Punkt passen. Ich bin gut in die Saison gestartet, dann habe ich mich Ende April erneut schwer verletzt. Ich fiel zweimal heftig auf den Kopf, in einem Ligarennen in Landsberg und beim Grand Prix in Warschau. Ich war zweimal weg, außerdem ist meine Hand noch immer nicht perfekt. Aber sie ist schon viel besser. Ich war außer Form, aber der Racer steckt in mir, ich gebe nie auf. Das habe ich in Malilla bewiesen.»

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