Stockholm-GP: Sieger Tai Woffinden auf Goldkurs

Von Helge Pedersen
Speedway-GP

Zwei Rennen vor Saisonende hat WM-Leader Tai Woffinden komfortable 25 Punkte Vorsprung auf Greg Hancock. Den Speedway-GP in Stockholm gewann der Engländer, Nicki Pedersen schied vor den Halbfinales aus.

Mit 25 Punkten Vorsprung kam Tai Woffinden zum Grand Prix in Stockholm, mit dem gleichen Vorsprung auf Greg Hancock reiste der Engländer ab. Holt Woffinden im vorletzten Grand Prix in Thorn am kommenden Samstag 18 Punkte, ist er uneinholbar zum zweiten Mal Weltmeister.

In Stockholm zeigte der 25-Jährige erneut eine formidable Leistung. Dem letzten Platz im Auftaktheat ließ er zwei zweite Plätze und zwei Siege in den Vorläufen folgen, sein Halbfinale und das Finale gewann Woffinden ebenfalls. Wie schon in den Rennen zuvor teilweise mit Überholmanövern, welche seine Gegner an ihrem Können zweifeln lassen.

«Ich muss zugeben, dass ich nach meinem WM-Titel 2013 etwas arrogant wurde», räumte Woffinden nach seinem zweiten GP-Sieg in diesem Jahr ein. «Nicht gegenüber dem Publikum oder anderen Leuten, gegenüber mir selbst. 2014 war hart für mich, aber ich konnte zurückschlagen. Ich brauchte so ein Jahr, um mich selbst wieder zu erden. Diese Saison fahre ich im Cruising-Modus, es kommt, wie es kommt. Es ist ein seltsames Gefühl, wenn du aufs Motorrad seigst und genau weißt, dass es immer und überall genau das tut, was du möchtest.»

Woffindens härtester WM-Verfolger Greg Hancock wurde in Schweden Zweiter, konnte aber weder Punkte aufholen noch endlich in Schweden gewinnen. In zehn anderen Ländern war dies dem Kalifornier zuvor gelungen. «Das schlechte Omen hält an, dass ich in meiner Wahlheimat nicht gewinnen kann», meinte er nach seinem 35. Schweden-GP. «Wenn du gegen einen wie Tai fahren musst, der sich in der Form seines Lebens befindet, dann ist das hart. Hoffnung bleibt, die Realität ist aber, dass er schnell ist.»

Den dritten Podestplatz sicherte sich in einem harten Kampf gegen Maciej Janowski der Dänische Meister Niels-Kristian Iversen.

Miserabel lief es dagegen für Nicki Pedersen, der nur sieben Punkte holte und schon vor den Halbfinales ausschied. Den WM-Titel kann der Däne damit abhaken, auch wenn er rechnerisch noch möglich ist. Selbst Silber in der WM wird schwierig, Hancock liegt bereits 13 Punkte vor ihm.

Der Kampf um die fixe GP-Qualifikation 2016 ist in vollem Gang: Nur die Top-8 sind nächstes Jahr dabei. Derzeit sitzt Ex-Weltmeister Chris Holder mit 82 Punkten auf dem Schleudersitz, dem Neuntplatzierten Michael Jepsen Jensen fehlen allerdings zehn Punkte zum Australier.

Ergebnisse Speedway-GP Stockholm/S:

Vorläufe: 1. Greg Hancock (USA), 12 Punkte. 2. Niels-Kristian Iversen (DK), 11. 3. Tai Woffinden (GB), 10. 4. Andreas Jonsson (S), 9.5. Peter Kildemand (DK), 9. 6. Maciej Janowski (PL), 9. 7. Jason Doyle (AUS), 8. 8. Chris Harris (GB), 8. 9. Nicki Pedersen (DK), 7. 10. Tomas H. Jonasson (S), 6. 11. Michael Jepsen Jensen (DK), 6. 12. Antonio Lindbäck (S), 6. 13. Krzysztof Kasprzak (PL), 6. 14. Troy Batchelor (AUS), 5. 15. Chris Holder (AUS), 4. 16. Matej Zagar (SLO), 4.

1. Halbfinale: 1. Janowski, 3 Punkte. 2. Hancock 2. 3. Jonsson 1. 4. Doyle 0.

2. Halbfinale: 1. Woffinden 3. 2. Iversen 2. 3. Harris 1. 4. Kildemand D.

Finale: 1. Woffinden. 2. Hancock. 3. Iversen. 4. Janowski.

Stand nach 10 von 12 Läufen: 1. Woffinden, 143 Punkte. 2. Hancock 118. 3. Pedersen 105. 4. Iversen 95. 5. Zagar 93. 6. Doyle 85. 7. Janowski 84. 8. Holder 82. 9. Jensen 72. 10. Kildemand 68. 11. Jonsson 65. 12. Batchelor 54. 13. Harris 52. 14. Jonasson 46. 15 Kasprzak 35. 16. Jaroslaw Hampel (PL), 31. 17. Lindbäck 20. 18. Bartosz Zmarzlik (PL), 17.

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