Kevin Wölbert (14.): «Fehlentscheidungen getroffen»

Von Ivo Schützbach
Speedway-WM
Kevin Wölbert

Kevin Wölbert

«Wir haben sehr viel probiert. Dann muss man auch damit leben können, dass auch mal etwas nach hinten losgeht», meinte Kevin Wölbert nach seinem Ausscheiden im Speedway-GP-Challenge in Landshut.

Mit hängenden Schultern stand Kevin Wölbert nach dem Rennen im hintersten Winkel seiner Box und sprach mit seinem langjährigen Tuner Anton Nischler. Nach Platz 14 und fünf Punkten war keine gute Laune zu erwarten.

Der 29-Jährige nahm sich für SPEEDWEEK.com sehr professionell viel Zeit und analysierte, was in Landshut schief lief. «Unter anderem lag es an den Starts», meinte Wölbert. «Die letzten zwei Wochen hatte ich Pause, leider ist dann noch das Rennen in Olching ausgefallen und ich hatte eine Magen-Darm-Erkrankung und konnte am Montag nicht am Training in Landshut teilnehmen. Aber ich kann es nicht ändern. So ein Rennen ist immer schwierig, nur drei kommen weiter, das ist eine klare Sache. Wenn du einen Lauf vergeigst, dann bist du eigentlich schon raus.»

Der Deutsche Meister, inzwischen von seiner Krankheit erholt, glänzte mit zwei zweiten Plätzen von Startplatz 1, von den restlichen drei Startplätzen gelang ihm aber nur ein weiterer Punkt.

«Wir haben nur zweimal Training, da musst du das Beste aus drei Motoren herausfinden», schilderte Wölbert. «Ich habe in fast jedem Lauf etwas verändert, leider ging das nach hinten los. Fehlentscheidungen – warum auch immer. Entweder bist du ein sehr guter Starter und bist langsam, oder du findest das gesunde Mittelmaß. Das habe ich nicht gefunden. Mein Speed passte, aber die Starts nicht. Das war bei der SEC in Güstrow auch schon so, das ärgert mich.»

Die Landshuter Bahn bot außen wenig Griff, wir sahen nur vereinzelt spektakuläre Überholmanöver auf der Außenbahn wie von Antonio Lindbäck im Stechen um Rang 3, als er an Craig Cook vorbei preschte und sich damit das dritte GP-Ticket hinter Janusz Kolodziej und Niels-Kristian Iversen sicherte.

Kolodziej gewann drei seiner fünf Läufe mit Klassestarts, der Pole sorgte aber für die langsamsten Laufsiege des Abends. Martin Smolinski hingegen fuhr mit 85,0 km/h den schnellsten Laufsieg, kam aber nur auf Gesamtrang 8. Das Konzept von Kolodziej war zielführender.

Wölbert: «Entweder übersetzt du auf Start, dann bist du aber langsam. Oder du machst es umgekehrt und kommst hinten heraus. Wie du weiterkommst, interessiert keinen. Ich habe Fehlentscheidungen getroffen. Bis auf den ersten Lauf habe ich auch auf Start gesetzt. Dann bin ich von Rot losgefahren, dort war gefühlt 50 cm tiefes loses Material. Ich habe meine Übersetzung dann gelassen, von Blau und Weiß bin ich aber am Start gestanden. Das war mein erster GP-Challenge, es gehört auch etwas Glück dazu. Ich hatte eineinhalb Jahre keine Probleme mit den Starts, ich war ein sauguter Starter, egal von wo. Jetzt haben wir sehr viel probiert – dann muss man auch damit leben können, dass auch mal etwas nach hinten losgeht. Ich wäre gerne Dritter geworden, oder wenigstens unter die ersten sechs gefahren.»

Ergebnisse Speedway-GP-Challenge Landshut/D:

Qualifiziert für den Grand Prix 2019:



1. Janusz Kolodziej (PL), 12 Punkte
2. Niels-Kristian Iversen (DK), 11

3. Antonio Lindbäck (S), 10+3



Ausgeschieden:



4. Craig Cook (GB), 10+2
5. Robert Lambert (GB), 9

6. Piotr Pawlicki (PL), 8
7. Max Fricke (AUS), 8

8. Martin Smolinski (D), 8

9. Jack Holder (AUS), 8

10. Kenneth Bjerre (DK), 7
11. Vaclav Milik (CZ), 7

12. David Bellego (F), 7

13. Hans Andersen (DK), 6
14. Kevin Wölbert (D), 5
15. Matej Zagar (SLO), 2

16. Max Dilger (D), 1
17. Valentin Grobauer (D), 0

18. Krzysztof Kasprzak (PL), 0

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