Für 2018: BMW bringt das Evo-Paket für den M6 GT3

Von Oliver Müller
Sportwagen
Der BMW M6 GT3 mit den neuen Evo-Teilen

Der BMW M6 GT3 mit den neuen Evo-Teilen

BMW legt bei seinem Kundensport-Rennwagen aus der GT3-Klasse noch einmal nach. Ab sofort können Updates für den M6 GT3 geordert werden. Diese sollen vor allem die Fahrbarkeit und die Zuverlässigkeit verbessern.

Vor einigen Jahren waren sie fast schon ein alljährlicher Bestandteil in der GT3-Kategorie. Und nachdem es zuletzt etwas ruhiger um sie wurde, kommen die Evo-Pakete nun wohl wieder in Mode. Den ersten Schritt machte jetzt BMW. Der Münchner Hersteller bietet ab sofort ein umfangreiches Evo-Kit für den M6 GT3 an. Dieses zielt vor allem auf die Fahrbarkeit und die Zuverlässigkeit des bayrischen GT3-Renners ab. Es umfasst unter anderem Verbesserungen in den Bereichen Aufhängung, Antriebsstrang, Bremsen und Aerodynamik. Insbesondere Herrenfahrer dürften somit von den Neuerungen profitieren.

«Wir freuen uns, unseren Kundenteams ab sofort das angekündigte Evo-Paket für den BMW M6 GT3 anbieten zu können. So können sie sich und ihre Fahrzeuge optimal auf die Saison 2018 vorbereiten. Unsere Ingenieure haben den BMW M6 GT3 in zahlreichen Bereichen optimiert und dafür gesorgt, dass vor allem Gentleman-Fahrer in Zukunft noch besser mit dem BMW M6 GT3 zurechtkommen werden. Diese Fahrbarkeit ist neben Performance und Haltbarkeit unserer Meinung nach der größte Trumpf, den ein Kundensportfahrzeug haben muss. Ich bin sicher, dass wir in der kommenden Saison viele BMW M6 GT3 mit Evo-Paket weltweit im erfolgreichen Renneinsatz sehen werden», freut sich BMW Motorsport Direktor Jens Marquardt auf mächtig Umsatz in der Kasse.

Das neue Kit ist in zwei Varianten erhältlich und kostet entweder 24.900 oder 31.900 EUR (zzgl. Mwst.). Die entsprechenden Teile sollen noch 2017 ausgeliefert werden, um eine optimale Vorbereitung auf die kommende Saison zu gewährleisten.

Da in der GT3-Kategorie bekanntlich die sogenannte Balance of Performance (kurz BoP) vorherrscht, macht es kaum Sinn, einen Rennwagen dieser Klasse durch ein Update-Paket schneller zu machen. Denn bei der nächsten Einstufung würde das entsprechende Fahrzeug (beispielsweise mit mehr Gewicht oder weniger erlaubter Motorleistung) wieder eingebremst. Somit werden Evo-Pakete tendenziell eher im Hinblick auf Fahrbarkeit und Zuverlässigkeit entwickelt.

Die Evo-Pakete sind aber auch immer wieder ein gutes Geschäft für die Auto-Hersteller. Denn um mit dem neusten Material unterwegs sein zu können, entscheiden sich die allermeisten Kundenteams tatsächlich auch für den Erwerb eines solchen Update-Kits.

Der BMW M6 GT3 ist seit zwei Jahren im Renneinsatz. Im Vergleich zu seinen direkten Mitbewerbern Audi R8 LMS und Mercedes-AMG GT3, hinkt der Renner mit dem Propeller im Logo in Bezug auf die Stückzahlen (bzw. die Anzahl der weltweiten Kundeneinsätze) doch etwas hinterher.

Bei Porsche gibt es ebenfalls eine kleine Verbesserung für 911 GT3 R. Mit dieser war Manthey zuletzt schon in der VLN auf der Nordschleife unterwegs. Auch der Ferrari 488 GT3 soll für 2018 ein Update erhalten.

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