Für Trackdays: McLaren zeigt den Senna GTR Concept

Von Oliver Müller
Sportwagen

Die britische Sportwagen-Schmiede McLaren hat auf dem Autosalon ein spektakuläres Konzeptfahrzeug vorgestellt. Der Supersportwagen wird von einem V8-Turbomotor angetrieben. Kolportierter Le-Mans-Einstieg bleibt aus.

In den letzten Wochen verdichteten sich die Gerüchte um einen siebten Hersteller für die so extravagante GTE-Klasse. Als heißester Kandidat für einen Einstieg in die größte aller GT-Klassen wurde neben der italienischen Marke Lamborghini vor allem McLaren gehandelt. Doch die britische Sportwagen-Schmiede präsentierte am Dienstag auf dem Autosalon Genf keinen Rennwagen, der bei den 24 Stunden von Le Mans antreten könnte, sondern lediglich eine Trackday-Version des Senna.

Die ebenfalls in Genf vorgestellte Straßenversion des Senna ist das Top-Modell der McLaren-Flotte und gehört zur sogenannten 'Ultimate Series'. Der intern auch P15 genannte Senna ist somit der direkte Nachfolger des McLaren P1. Lediglich 500 Straßen-Exemplare werden gebaut, die jeweils über 920.000 Euro kosten. Der Fahrzeug-Name 'Senna' stammt natürlich von Ayrton Senna ab. Der 1994 verstorbene Rennfahrer hatte alle seine drei WM-Titel in der Formel 1 (1988, 1990, 1991) mit McLaren eingefahren.

Genauso wie das Straßenauto wird auch die Trackday-Variante von einem 4L-V8-Turobomotor angetrieben. Damit sollen bis zu 825 PS aufgerufen werden können. Insgesamt 75 Exemplare sollen vom Senna GTR Concept entstehen. 

«Der McLaren Senna wurde von Anfang an mit dem gesamten Spektrum an Straßen- und Renntreckenanforderungen konzipiert, daher ist die Entwicklung einer GTR-Version Teil des ursprünglichen Projekts», erklärte McLaren Automotive Design Ingenieur Dan Parry-Williams. «Das in Genf vorgestellte McLaren Senna GTR Concept ist nicht das fertige Produkt. Aber es gibt einen klaren Hinweis auf unser Denken für das Auto. Ein Versprechen, der extremste und aufregendste McLaren zu sein, den es dann so lange Jahre - wenn nicht für immer - geben soll.»

Obwohl der Schritt in die GTE-Klasse also ausbleibt, wird McLaren im GT-Sport dieses Jahr aber dennoch für Schlagzeilen sorgen. Denn aktuell befindet sich ein neuer GT3 in der Entwicklung. In der kleineren GT-Klasse wird der 720S als Basisversion für den Rennwagen genommen. Nach einem intensiven Testjahr soll das GT3-Auto 2019 in Kundenhände gehen. Während McLaren seine beiden ersten GT3-Rennwagen (MP4-12C und 650S) zur Firma CRS von Andrew Kirkaldy outsourcte, entsteht der 720 GT3 nun in eigener Hand.

McLaren hatte letztmals im Jahre 1995 die 24 Stunden von Le Mans gewonnen. Im McLaren F1 GTR saßen damals Yannick Dalmas, Masanori Sekiya und JJ Lehto. Wann es zu einer Wiederholung des historischen Triumphs kommen wird, steht somit weiterhin immer noch nicht fest. McLaren nimmt jedoch aktuell auch an Gesprächen mit FIA und ACO teil, in denen ein neues LMP1-Reglement erstellt wird. Vielleicht kommt ja in ein paar Jahren ein McLaren-Prototyp an die französische Sarthe?

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