Anthony West sucht reiche Sugar Mama zum Überleben

Von Ivo Schützbach
Supersport-WM
Anthony West (li.) und Ferry Schoenmakers

Anthony West (li.) und Ferry Schoenmakers

Manager und Teamchef Ferry Schoenmakers hat das Budget für die restliche Supersport-WM-Saison von Anthony West gesichert. Jetzt muss nur noch Geld für den Australier selbst aufgetrieben werden.

Beim Supersport-Saisonstart in Australien ist Anthony West mit einer privaten Yamaha auf den dritten Platz gebraust. Für das Rennen in Thailand reichte das Geld nicht, seit dem Europa-Auftakt in Aragón ist der 35-Jährige dank EAB-Teameigentümer Ferry Schoenmakers fix dabei.

Doch es ist ein Drahtseilakt, die Finanzierung für das ganze Jahr auf die Beine zu stellen. «Nach Imola war ich pleite, ich trieb gerade so viel Geld auf, dass ich überleben konnte», erzählte West SPEEDWEEK.com. «Ferry bot mir dann an, für Donington aufzukommen. Dann hat mir mein australischer Sponsor X50 angeboten, dass er eventuell das Startgeld und die Reifen für den Rest der Saison bezahlen kann.»

Schoenmakers bestätigte: «Die Saison ist gesichert, Anthony kann alle weiteren Rennen fahren.»

West ergänzend: «Mit dem jetzigen Motorrad, Ferry und X50 sind die meisten Kosten gedeckt – abgesehen von dem, was ich fürs Leben brauche. Für mich ist alles teuer, weil ich aus Australien komme, ich brauche einen Platz, wo ich wohnen kann. Ich brauche eine Sugar Mama, eine reiche alte Lady, die für alles bezahlt. Selbst wenn alle Kosten für den Rennsport gedeckt sind, habe ich nichts im Geldbeutel. Dafür aber Kosten. Zwischen Imola und Donington wohnte ich im Hotel, essen muss ich auch etwas.»

In der Gesamtwertung liegt West bei Saisonmitte auf dem neunten Platz, zu Rang 6 (Roberto Rolfo) fehlen ihm nur elf Punkte. Wobei er es materiell gegen die besten Bikes von Yamaha, Kawasaki, Honda und MV Agusta schwer hat.

«Phillip Island und Aragón fuhr ich mit meinem Bike aus Australien, dann ging der Motor kaputt und die Maschine fing Feuer», schilderte West. «Für Assen spendierte mir Yamaha zwei Standard-Motorräder, aus denen Ferry eine neue Rennmaschine aufbaute. Ein Bike gehört jetzt X50 und eines Ferry. Ich fühle mich nicht gut dabei, wenn ich ständig Leute anpumpen muss. Für Imola bezahlte mein Vater das Startgeld, jetzt schulde ich ihm Geld – das ist Scheiße. Ich versuche Rennen zu fahren, bekomme aber nichts und lebe wie ein Zigeuner. Das macht es schwierig zu trainieren, mental ist es auch aufreibend.»

«Wir arbeiten daran, dass auch Anthony ein Auskommen hat», versicherte Schoenmakers.

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