Supersport-WM

Sandro Cortese (Yamaha): Wie man Weltmeister wird

Von - 01.09.2018 17:31

Supersport-WM-Rookie Sandro Cortese hat beste Chancen, bereits in seinem ersten Jahr Weltmeister zu werden. Der Yamaha-Pilot aus dem finnischen Kallio-Team geht als Führender ins letzte Saisondrittel.

Nach neun Wochen Sommerpause geht es in der Supersport-WM Mitte September in Portugal weiter, dann kommen im Zwei-Wochen-Rhythmus die Rennen in Frankreich, Argentinien und Katar.

WM-Leader Sandro Cortese liegt mit 138 Punkten fünf vor Jules Cluzel (NRT Yamaha), 22 vor Randy Krummenacher (Bardahl Evan Bros Yamaha), 34 vor Federico Caricasulo (GRT Yamaha) und je 35 vor Weltmeister Lucas Mahias (GRT Yamaha) und Raffaele De Rosa (MV Agusta). Alle anderen Fahrer spielen bei der Medaillenvergabe keine Rolle.

«Obwohl ich in Magny-Cour und Portimao getestet habe weiß ich nicht, was die anderen während der Sommerpause fuhren», hielt Cortese fest. «Das Rennergebnis in Portimao wird sehr wichtig sein, in welche Richtung es geht. Aber natürlich, wenn man als WM-Führender aus der Sommerpause zurückkommt, dann will man das auch behaupten. Es wäre gelogen wenn ich sage, dass ich einfach mal gucke was passiert. Es bringt mir aber auch nichts, wenn ich jetzt verkrampfe. Ich fahre meine Rennen und versuche das Bestmögliche herauszuholen. Dann wird zusammengerechnet, mehr kann ich nicht machen.»

Neben Titelverteidiger Mahias ist Cortese der einzige Fahrer im Feld, der schon mal Weltmeister war. 2012 setzte sich der Schwabe in der Moto3-Klasse auf KTM gegen Luis Salom und Maverick Vinales durch.

Wird dir diese Erfahrung im Titelkampf helfen? «Klar, ich kenne die Situation von 2012», überlegte der 28-Jährige im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Damals ging es vor den Überseerennen hin und her, so ähnlich wie jetzt. Aber die Top-3 sind so eng beieinander, dir bleibt eh nichts anderes übrig, als zu versuchen zu gewinnen. Du kannst nicht irgendwas nach Hause fahren, du musst in jedem Rennen gut sein. Wenn man die Chance hat Weltmeister zu werden, dann will man diese auch nützen. Ich sehe das gelassen: Ich habe ein super Team und kann mich auf die verlassen. Unser Verhältnis ist sehr harmonisch, ich freue mich auf jedes Rennen und genieße die Meisterschaft. Das bringt mir Lockerheit.»

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