Warum Lucas Mahias Yamaha für SBK-WM einen Korb gab

Von Kay Hettich
Lucas Mahias bleibt in der Supersport-WM

Lucas Mahias bleibt in der Supersport-WM

Was die Wenigsten nachvollziehen können hat Lucas Mahias getan: Statt mit Yamaha in die Superbike-WM 2019 aufzusteigen, wechselte der Franzose zu Kawasaki und bleibt der Supersport-WM treu.

Mit GRT Yamaha gewann Lucas Mahias die Supersport-WM 2017, vergangene Saison wurde er Vizeweltmeister. Auch 2019 hätte der 29-Jährige beim italienischen Team bleiben können, dann aber in der prestigeträchtigeren Superbike-WM – mit Werksmaterial! Überraschend entschied sich der Franzose aber gegen das Angebot und unterschrieb bei Puccetti Kawasaki für die Supersport-WM 2019.

Finanziell, aber auch sportlich, war das Kawasaki-Angebot für Mahias attraktiver. «Ich wollte mit Yamaha Superbike fahren, aber es lief nicht alles so, wie ich es wollte. Das Angebot gefiel mir in technischen und finanziellen Belangen nicht. Daher war es für mich nicht möglich, unter diesen Bedingungen zu fahren», erklärte Mahias bei Paddock-GP. «Ich wusste, dass es immer noch Kawasaki im Supersport gab. Ich wollte aber Werksfahrer bleiben, das ist ein Vorteil. Allerdings gibt nicht unendlich viele Werksteams – neben Yamaha nur noch Kawasaki.»

Dass homologierte ZX6-R bereits von 2009 stammt, ist für Mahias kein Nachteil. «Ich hörte, dass für 2020 ein neues Modell in Planung ist, 2019 werden wir aber noch mit dem alten Modell fahren», erzählte der fünffache Supersport-Sieger. «Es wird daher keine bösen Überraschungen geben. Das Bike ist bereit, es muss nicht mehr in alle Richtungen entwickelt werden – das wurde im Laufe der vergangenen Jahre erledigt. Die Stärke der Kawasaki ist für mich das Bremsen. Es hat eine unglaubliche Stabilität beim harten Verzögern. Auch die Front vermittelt mir ein gutes Gefühl. Ich habe feststellen können, dass die Kawasaki klare Vorteile gegenüber der R6 hat.»


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