Luca Grünwald (KTM): «Top-10 in Moto3 sind besser»

Von Ivo Schützbach
Supersport-WM 300
Das Rennen in Assen gewann Luca Grünwald

Das Rennen in Assen gewann Luca Grünwald

Luca Grünwald aus dem Team Freudenberg KTM kommt als Zweiter der Supersport-300-WM nach Brünn. «Der logische Schritt für nächstes Jahr wäre die Supersport-WM», sagt der 23-Jährige aus Waldkraiburg.

Nach den Rängen 9, 1, 4 und 10 hat Luca Grünwald zur Saisonhalbzeit 51 Punkte auf dem Konto, 22 weniger als die Führende Ana Carrasco (DS Kawasaki). Drei Fahrer haben in den ersten vier Rennen gewonnen: Koen Meuffels beim Auftakt, Grünwald in Assen und Carrasco in Imola und Donington Park.

SPEEDWEEK.com sprach mit Grünwald über den Level der Weltmeisterschaft und seine Zukunftspläne.

Luca, fehlen dir nach drei Jahren in der IDM Superbike mit dem jetzigen Motorrad nicht zirka 150 PS?

Es ist halt etwas komplett anderes und ich muss es anders angehen. Zudem kommen wir dauernd auf neue Strecken und haben das Problem, dass zu wenig Training ist. Die zweimal 30 Minuten am Freitag – um die Strecke zu lernen, wir haben keine Daten und müssen herausfinden, wie das Motorrad fährt – wenn es dann auch noch regnet wie in Donington, dann hast du ein Problem.

In Imola und Donington Park ist Ana Carrasco allen gnadenlos um die Ohren gefahren, in der Moto3-WM hat sie es in 46 Rennen nur zweimal in die Punkte geschafft. Ist der Level in der Supersport-300-WM deutlich niedriger?

Die Klassen lassen sich schwer vergleichen, weil die Motorräder ein gutes Stück unterschiedlich sind. In Supersport 300 liegen die Bikes, weil sie weniger Leistung haben, noch enger beisammen. Die Zeiten sind langsamer, weil Motorleistung abgeht. Dann kommt es noch mehr auf den Windschatten an als in Moto3, wo man ein bisschen mehr Differenz zwischen den Mopeds hinkriegt, wenn man gut damit arbeitet.

Der Level ist nicht schlecht, aber sicher nicht der von der Moto3-WM vorne. Die ersten fünf oder zehn in Moto3 sind die besseren Fahrer, das ist so. Trotzdem sind hier keine schlechten Leute unterwegs.

Du hast es im GP-Fahrerlager probiert und zuletzt in der IDM, jetzt hast du den SBK-Weg eingeschlagen. Von der Supersport-300-WM soll es in die höheren Klassen gehen?

Ich will mich so gut es geht präsentieren. Ich habe nicht die Möglichkeit, mich in ein Team einzukaufen. Deshalb muss ich schauen, was sich für mich ergibt. Dann muss ich schauen, in welcher Klasse und auf welchem Motorrad das ist.

Du willst ja aber sicher nicht die kommenden fünf Jahre Supersport 300 fahren, oder?

Nein, das muss eine Durchgangsstation sein. Der logische Schritt wäre die Supersport-WM. Ich muss schauen, ob das möglich sein wird. Ich versuche solche Spekulationen bleiben zu lassen, weil es hilft ja sowieso nichts.

Das Wichtigste ist, dass ich jetzt vorwärts komme. Am Freitag tun wir uns immer schwer, ein Rennen haben wir gewonnen, das war top. Aber es geht noch ein bisschen Speed ab, damit wir immer ganz vorne sind. Den müssen wir die nächsten zwei Rennen finden, sonst ist das Jahr um.

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