Chemnitz, SX2: Niklas Raths sorgt für Ausnahmezustand

Von Frank Quatember
ADAC Supercross Cup

Der Baske Iker Larranaga ist der neue Prinz von Chemnitz, Held beim SX-Event in Sachsen war aber der Gesamtvierte Niklas Raths.

Für grösste Überraschung in der SX2 sorgte am Nachmittag der Franzose Julien Lebeau, der vor dem gestrigen Samstag die Gesamttabelle der Serie anführte. Der Kawasaki-Pilot stürzte aber in der Qualifikation im Waschbrett und verpasste damit die Samstag-Finals.

Im ersten Finallauf kam der erst 16-jährige Thüringer Tom Koch auf Rang 2 aus der Startkurve, hielt das aber nur bis in die zweite Runde und büsste dann nach einem kleinen Fahrfehler etliche Plätze ein. Titelfavorit Dave Versluis konnte nicht ausweichen und krachte dem Thüringer ins Heck. An der Spitze dominierte mit Yannis Irsuti der derzeitige Dritte der französischen SX2-Meisterschaft, Versluis wurde am Ende noch Sechster, Tom Koch kam auf Platz 8 ins Ziel.

Der zweite Lauf war bemerkenswert. Niklas Raths aus Niederzier in Nordrhein-Westfalen leistete Aussergewöhnliches: Am Start war der 19-Jährige nicht zu halten und brachte das Kunststück fertig, seine Führung bis in das Ziel zu behaupten. Völlig ausser sich vor Freude, rannte der Deutsche auf die Tribüne, um seine Familie zu umarmen. «Ein irres Gefühl! Ich hab vor dem Start gesagt, wenn ich den Start gewinne, ist alles drin. Ich bin superhappy!», jubelte Niklas unter tosendem Applaus, der sich damit Platz 2 in der Tageswertung sicherte.

Der Holländer Dave Versluis hatte einen miserablen Start, korrigierte das aber eindrucksvoll und fuhr mit einer starken Aufholjagd vom letzten Platz auf Rang 2.

Dahinter agierte als Dritter äußerst abgeklärt der Spanier Iker Larranaga, der sich nunmehr "Prinz von Chemnitz" nennen darf. «Ich hatte gute Starts, hab keine Fehler gemacht. Ich bin eindeutig kein Supercross-Pilot, in der Waschbrett-Sektion hab ich mich echt furchtbar gefühlt», meinte Larranaga. «Ich denke, für einen Spanier ist das schon großartig, hier zu gewinnen.»

Auf die Schulter klopfen darf sich für den Triumph in Chemnitz übrigens Sylvia Kosak, Tochter von Teamchef Herbert Kosak, die den jungen Larranaga zu seinem ersten Supercross-Rennen für das deutsche KTM-Team verpflichten konnte.

Der Tagessieg ging am Samstag an den Franzosen Yannis Irsuti, auf den Plätzen landeten Niklas Raths und Dave Versluis

Damit liegt nach dem Rennen in Chemnitz Dave Versluis an der Spitze der Serienwertung, gefolgt von Matt Bayliss und Adrien Escoffier. Bester Deutscher ist Niklas Raths auf Rang 7.

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