Michael Dunlop: «Ich bin hier, um zu gewinnen»

Von Helmut Ohner
Tourist Trophy
Michael Dunlop strotzt voller Selbstvertrauen

Michael Dunlop strotzt voller Selbstvertrauen

Wenn man Michael Dunlop im Fahrerlager der Tourist Trophy über den Weg läuft, weiß man, dass er sich auf einer Mission befindet. Er meint es ernst, wenn er sagt, dass er alle Rennen gewinnen will.

Der Brite Ian Hutchinson, der 2010 fünf Rennen auf der Insel Man gewonnen hatte, ist davon überzeugt, dass ihm dieses Kunststück auch dieses Jahr gelingen könnte. Michael Dunlop, der im Vorjahr nach einem späten Wechsel von Yamaha zu BMW und einer von einem Sturz im Superbike-Rennen herrührenden Schulterverletzung eine für ihn enttäuschende Tourist Trophy erlebte, hat den Fehdehandschuh aufgenommen und behauptet ebenfalls, alle Rennen gewinnen zu können.

«Ich bin hier, um jedes Rennen zu gewinnen», lässt Dunlop jeden unmissverständlich wissen, der es hören will. Und wenn man auf seine Ergebnisse blickt, dann erscheint die kühne Vorhersage nicht unwahrscheinlich. Bereits 2013 und 2014 gewann der jüngere Sohn von Rennsportlegende Robert Dunlop vier von fünf Rennen. Vor drei Jahren war er sogar knapp dran, den Rekord von Hutchinson einzustellen. Nach einem langsamen Boxenstopp fiel der Sieg in der Senior-TT seinem damaligen Teamkollegen John McGuinness in den Schoß.

Schon beim diesjährigen North West 200 zeigte sich der 27-jährige, dem zugetraut wird, innerhalb kürzester Zeit den Rekord seines Onkels Joey Dunlop von 26 TT-Siegen zu verbessern, in absoluter Höchstform. Auf seiner Hawk Racing BMW war er im Superbike-Rennen nicht zu schlagen. So nebenbei verbesserte er auch den zwei Jahre alten Rundenrekord von Josh Brookes um über eine halbe Sekunde auf 4.22,095.

«Egal, ob Supersport, Superstock oder Superbike, ich habe auf dem Mountain Course schon in jeder Klasse gezeigt, dass ich gewinnen kann. Mit den BMW S1000RR für die Superbike- und Superstock-Klasse und meiner Yamaha YZF-R6 in der Supersport-Kategorie stehen mir Motorräder zur Verfügung, die den Vergleich mit den anderen nicht scheuen müssen. Es wird sicher nicht einfach, trotzdem bin ich von meinen Stärken überzeugt. Auf alle Fälle bin ich nicht hier, um Daumen zu drehen, sondern um jedes Rennen zu gewinnen.»

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