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Neues Rätsel Racing-Raritäten: Wem die Stunde schlägt

Das Rätsel Racing-Raritäten zeigt einen Fahrer, für den hier die Stunde des Formel-1-Durchbruchs geschlagen schien. Aber es kam ganz anders. Wer ist das? Wo und wann ist das Foto entstanden?

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Meist aus dem Archiv unserer Foto-Partner XPB und Grand Prix Photo stellen wir jede Woche ab Dienstag ein kleines Stück Motorsport-Historie vor. Sagen Sie uns, wer zu erkennen ist (Beispiel: Jo Siffert, Monza, 1970) und gewinnen Sie mit etwas Glück einen kleinen Preis. Bitte Namen, Adresse, Geburtsjahr und Telefonnummer nicht vergessen. Schicken Sie Ihre Lösung an: mathias.brunner@speedweek.com. Einsendeschluss ist jeweils Sonntag der laufenden Woche, um 24.00 Uhr.

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Für das neue Rätsel gilt: Wem die Stunde schlägt. Was zum Durchbruch in der Königsklasse werden sollte, wurde ein Reinfall. Dennoch hat dieser Fahrer den Einsatz in Rot in schöner Erinnerung behalten – und dann in einer ganz anderen Rennkategorie durchgestartet.

Unser Hinweis für die letzte Aufgabe lautete: Beim Fahrzeug kommen Freunde früherer Rennwagen voll auf ihre Kosten – wir sehen einen echten Klassiker. Beim Fahrer handelt es sich um einen der mutigsten Piloten, die je an den Start eines Grand Prix gegangen sind.

Der Hinweis bezog sich auf den wunderbaren Maserati 250F, am Lenkrad sass der scheinbar unerschütterliche Masten Gregory, das Bild wurde in Monza 1958 geschossen.

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Einige Leser wiesen richtig darauf hin, dass bei diesem Grossen Preis von Italien auch der Texaner Carroll Shelby am Lenkrad sass. Da für 1958 die Regel gekippt wurde, dass ein Auto geteilt werden kann, wurden Gregory und Shelby aus der Wertung genommen, keine Punkte für den vierten Platz der Amerikaner, deren Auto von der Scuderia Centro Sud eingesetzt wurde, aber Temple Buell junior gehörte.

Temple Buell jr. (Sohn eines Architekten und Immobilien-Unternehmers gleichen Namens) war ein US-amerikanischer Privatrennfahrer aus Denver, Colorado, der in den späten 1950er Jahren aktiv war und vor allem Maseratis fuhr. Er betrieb sein eigenes Team, startete 1958 in der Formel 1 mit einem Maserati 250F und fuhr zwischen 1957 und 1959 einen Maserati 450S (Chassis 4508).

Der schnelle Brillenträger

Auch wenn Masten Gregory von Monaco 1957 bis Monza 1965 an insgesamt 38 Formel-1-WM-Läufen teilnahm – seine grössten Erfolge feierte der Brillenträger im Sportwagen. Mit 20 Jahren und als Erbe einer Versicherungsfirma konnte er sich schon zu Beginn seiner Karriere das beste Material leisten. Nur zwei Jahre nach seinem ersten Autorennen nahm er bereits an den 1000 Kilometern von Buenos Aires teil. Drei Jahre später gewann er den argentinischen Sportwagenklassiker, in einem Ferrari und an der Seite von Eugenio Castellotti und Luigi Musso.

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In seinem ersten Formel-1-Rennen, im privaten Maserati 250F der italienischen Scuderia Centro Sud, wurde Gregory gleich mal Dritter. Und das auch noch in Monaco. Mit vierten Rängen in Pescara und Monza reichte das zu WM-Rang 6. Das alles war stimmig – Gregory hatte zeitlebens eine Schwäche für Italien.

1958 verlief nicht ganz so erfolgreich in der Formel 1 (nur ein vierter Platz, natürlich wieder in Italien, in Monza), dafür gewann er Sportwagenrennen in Silverstone, Spa-Francorchamps und auf der Avus.

1959, nun in einem Cooper, erreichte Gregory Rang 3 in Zandvoort und sogar Platz 2 in Monsanto (Lissabon). In Deutschland lag Gregory in Führung, dann liess ihn sein Motor im Stich.

Le Mans-Sieg mit Jochen Rindt

In den folgenden Jahren lief es in der Formel 1 nicht mehr so gut, dafür wurde Masten durch tolle Erfolge im Sportwagen entschädigt: Triumph auf dem Nürburgring 1961 (mit Maserati), 1965 gewann er zusammen mit Jochen Rindt im Ferrari des NART-Teams aus heiterem Himmel das 24-Stunden-Rennen von Le Mans.

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Gregory war nicht nur durch seine Sehbehinderung bekannt, er pflegte auch angesichts eines drohenden Crashes aus seinen Sportwagen zu springen! Der US-Amerikaner argumentierte: "Lieber ein paar gebrochene Knochen als verbrennen." Besonders zu Beginn seiner Karriere waren die Unfälle zahlreich, als Gregory noch unerfahren war.

Masten Gregory fuhr bis Anfang der 70er Jahre Sportwagenrennen, dann zog er sich zurück und lebte in Amsterdam als Diamantenhändler. 1985 erlag der Kettenraucher einem Herzanfall – während eines Urlaubs in seinem geliebten Italien.

Die Scuderia Centro Sud war das Baby des Italieners Guglielmo "Mimmo" Dei, eines Maserati-Händlers aus Rom. Centro und Sud bezogen sich auf jene Teile Italiens, wo Dei geboren wurde und wo seine Rennwagen herkamen.

Highlights der 49 Formel-1-WM-Einsätze waren die Rennen von Masten Gregory, das WM-Debüt von Maria Teresa de Filippis (Portugal 1958) und der erste Grand Prix des späteren Spitzenpiloten Lorenzo Bandini. Für Mimmo Dei fuhren darüber hinaus Top-Rennfahrer wie Cliff Allison, Giancarlo Baghetti, Lucien Bianchi, Joakim Bonnier, Louis Chiron, Hans Herrmann, Willy Mairesse, Maurice Trintignant, Wolfgang von Trips und Luigi Villoresi.

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