US-Motocross 450

Barcia siegt vor Roczen, Tomac ist Champion

Von - 26.08.2018 02:35

Eli Tomac (Kawasaki) wurde im Schlamm von Crawfordsville US-Outdoors-Champion. Justin Barcia (Yamaha) gewann beide Läufe, doch Ken Roczen (Honda) sicherte sich durch clevere Fahrt Gesamtrang 3 in der Meisterschaft.

12. und letzter Lauf zur Lucas Oil Pro Motocross Championship in Crawfordsville, Indiana. Nächtlicher Regen hatte die Strecke in eine Schlammwüste verwandelt, so dass die Trainings-Sessions erst verspätet gestartet und verkürzt werden mussten.

Privatfahrer Dylan Merriam gewann den Start in den ersten Lauf, wurde aber bereits ausgangs der ersten Runde von Schlammspezialist Justin Barcia abgefangen. Barcia unterzeichnete in dieser Woche einen Mehrjahresvertrag mit dem Team 'Monster Energy/Yamaha Factory Racing'. Phil Nicoletti (Husqvarna) konnte einen Fehler Barcias kurzzeitig nutzen, um die Führung zu übernehmen doch Barcia konterte und gab die Führung bis ins Ziel nicht mehr aus der Hand. Ken Roczen (Honda) wurde hinter Eli Tomac (Kawasaki), der im ersten Lauf kurz zu Boden musste, Dritter.

Zwischen Barcia und Roczen ging es in der Meisterschaft noch um Rang 3. Vor dem letzten Rennen brachte Roczen ein Polster von 9 Punkten mit nach Crawfordsville. Doch bekanntlich ist Barcia im Schlamm besonders stark.

Zunächst katapultierte der australische Cross-Veteran Chad Reed seine Suzuki zum 'holeshot'. Im ersten Lauf hatte er bereits mit Rang 5 gezeigt, dass er längst nicht zum alten Eisen gehört. In Moto 2 setzte er sich also an die Spitze, bevor er von Barcia und Roczen in der ersten Runde abgefangen wurde, später stürzte und auf Platz 8 ins Ziel kam.

Meisterschaftsaspirant Eli Tomac (Kawasaki) gefährdete kurzzeitig seinen Titelerfolg, denn er startete außerhalb der Punkteränge in Moto 2, während sich sein einziger verbliebener Rivale, Marvin Musquin (KTM), auf Platz 4 in Position begab. Aber bereits in der ersten Runde kämpfte sich Tomac auf Platz 15 nach vorne, was selbst im Falle eines Laufsieges von Musquin für die Titelverteidigung gereicht hätte. Tomac hatte im letzten Rennen des Jahres allein den Titel im Focus und riskierte im Schlamm nicht mehr als nötig. Platz 9 genügte schließlich zur souveränen Titelverteidigung - immerhin noch mit 16 Punkten Vorsprung, denn Musquin kam über Rang 3 nicht hinaus.

An der Spitze rückte Roczen dem Spitzenreiter Barcia mehrmals bedrohlich nahe, doch für den entscheidenden Angriff reichte es am Ende nicht. Trotz zweier Fehler kurz vor Schluss des Rennens sicherte sich Barcia mit Siegen in beiden Läufen den Tagessieg in Crawfordsville. Roczen behauptete Rang 2 und sicherte sich am Ende mit einem Punkt Vorsprung knapp Rang 3 in der Gesamtwertung vor Barcia, der an diesem Tage Sieger und Verlierer zugleich war. Barcia konnte nicht mehr tun, als er tat, doch Roczen war am Ende der lachende Dritte. Auch wenn es für den Deutschen in dieser Saison nicht für einen Gesamtsieg gereicht hat: Seine Leistungskurve zeigt weiterhin nach oben, auch wenn der Weg zurück an die Spitze lang und beschwerlich ist. Das nächste Rennen, das Roczen nun bestreitet, wird am 6. und 7. Oktober das Motocross der Nationen in RedBud (USA) sein, wo er erstmals seit 2013 wieder für die deutsche Nationalmannschaft antreten wird.

Chad Reed wurde am Ende Gesamt-Achter vor dem französischen Gaststarter und Supercross-Spezialisten Valentin Teillet (Husqvarna) auf Platz 9.

Ergebnisse Lucas Oil Pro Motocross Ironman:
1. Justin Barcia (USA), Yamaha, 1-1
2. Ken Roczen (GER), Honda, 3-2
3. Marvin Musquin (FRA), KTM, 4-3
4. Eli Tomac (USA), Kawasaki, 2-9
5. Cooper Webb (USA), Yamaha, 9-4
6. Tyler Medaglia (CAN), 7-6
7. Phil Nicoletti (USA), Husqvarna, 6-7
8. Chad Reed (AUS), Suzuki, 5-8
9. Valentin Teillet (FRA), Husqvarna, 8-10
10. Blake Baggett (USA), KTM, 16-5

Meisterschaftsendstand nach 12 von 12 Läufen:
1. Eli Tomac, 527
2. Marvin Musquin, 511 (-16)
3. Ken Roczen, 445, (-82)
4. Justin Barcia, 444, (-83)
5. Blake Baggett, 391, (-136)
6. Phil Nicoletti, 311, (-216)
7. Benny Bloss, 298, (-229)
8. Weston Peick, 291, (-236)
9. Cooper Webb, 186, (-341)
10. Kyle Cunningham, 169, (-358)


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