Latvala gewinnt erneut in Wales

Von Toni Hoffmann
WRC
Jari-Matti Latvala siegte in Wales.

Jari-Matti Latvala siegte in Wales.

Jari-Matti Latvala hat im Ford Fiesta den zehnten Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft in Wales gewonnen und seinen zweiten Saisonsieg erzielt.

Der 27-Jährige hatte bei seinem zweiten Saisonsieg nach 19 Prüfungen einen Vorsprung von 27,8 Sekunden auf den achtfachen Rekord-Weltmeister Sébastien Loeb im Citroën DS3. Um neun Zehntelsekunden unterlag Latvalas Ford-Teamkollege Petter Solberg dem 74-maligen Rekordsieger Loeb im erbittert geführten Duell um den Ehrenrang. Tabellenführer Loeb baute nach dem zehnten von 13 WM-Läufen seine Führung auf 219 Punkte und zu einem Vorsprung von 61 Zählern auf seinen finnischen Citroën-Teamkollegen Mikko Hirvonen aus, der hinter dem Ford-Privatfahrer Mads Östberg in Cardiff den fünften Platz erreichte.

«Das ist wie eine Erlösung. Ich freue mich riesig über diesen Sieg», jubelte Latvala über die Wiederholung seines Vorjahressieges. «Das war eine perfekte Rallye für uns und für das Team, ohne Fehler.»

Loeb gestand, mit dem zweiten Platz das Maximum bei dieser Rallye erreicht zu haben. «Wir haben wirklich alles versucht. Am Ende mussten wir sehr auf Petter aufpassen, der uns stark unter Druck gesetzt hatte. Das war wirklich ein harter Kampf mit ihm», erklärte der siebenfache Saisonsieger Loeb. «Mehr ging am Ende nicht mehr, auch wenn wir alles versucht haben, den zweiten Platz zu halten», sagte Petter Solberg.

Latvala vereitelte mit seinem siebten Gesamtsieg den Plan von Citroën, auf der britischen Insel vorzeitig den achten WM-Titel in der Hersteller-Wertung unter Dach und Fach zu bringen. Der Titelverteidiger Citroën hätte hierfür sechs Punkte mehr als Ford benötigt. So aber reduzierten die «Blauen» den Rückstand zum Tabellenführer Citroën von 123 auf 111 Punkte.

Das Team von M-Sport musste den auf Rang sechs liegenden Tänak auf die Verlustliste setzen. Der riss sich am Ford Fiesta RS auf der 17. Prüfung das rechte Vorderrad ab und schied aus. Dadurch rückten Evgeny Novikov und seine Beifahrerin Ilka Minor auf den sechsten Rang (3:37,0 Minuten zurück) vor. Matthew Wilson, erstmals seit der Rallye Monte Carlo am Start, meldete sich im Ford Fiesta aus der Tuningschmiede seines Vater Malcolm mit dem achten Platz in der WM zurück.

Den sechsten von acht Läufen zur Super-WM gewann Craig Breen im Ford Fiesta S2000 um 2;37,8 Minuten vor dem Proton-Debütanten Tom Cave im Satria 2000. Mit dem fünften Platz konnte Per-Gunnar Andersson im Proton Satria mit 76 Punkten die Tabellenführung vor Hayden Paddon, der im Skoda Fabia den sechsten Gruppenplatz belegte.

Endergebnis nach 3 Etappen, 19 Prüfungen (= 324,46 km) und 1.601 Gesamtkilometern

1. Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila (FIN), Ford Fiesta RS WRC, 3;03:40,3 h.
2. Sébastien Loeb/Daniel Elena (F/MC), Citroën DS3 WRC, + 27,8 sec.
3. Petter Solberg/Chris Patterson (N/GB), Ford Fiesta RS WRC, + 28,7
4. Mads Östberg/Jonas Andersson (N/S), Ford Fiesta RS WRC, + 1:10,6 min.
5. Mikko Hirvonen/Jarmo Lehtinen (FIN), Citroën DS3 WRC, + 1:29,5
6. Evgeny Novikov/Ilka Minor (RUS/A), Ford Fiesta RS WRC, + 3:37,0
7. Thierry Neuville/Nicolas Gilsoul (B), Citroën DS3 WRC, + 4:11,9
8. Matthew Wilson/Scott Martin (GB), Ford Fiesta RS WRC, + 6:00,4
9. Martin Prokop/Zdenek Hruza (CZ), Ford Fiesta RS WRC, + 6:58,8 10. Nasser Al-Attiyah/Giovanni Bernacchini (QA/I), Citroën DS3 WRC, + 9:32,1

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