Martin Semerád - Start in einen Traum

Von Toni Hoffmann
WRC
Er ist 18 und schon in der Rallye-WM - Martin Semeràd

Er ist 18 und schon in der Rallye-WM - Martin Semeràd

Der Gewinner des Pirelli Star Driver Research absolviert in Norwegen sein WM-Debüt

Gerade einmal 18 Jahre jung ist der Tscheche Martin Semerád. In Norwegen gibt das Nachwuchstalent, das am 29. Oktober 2008 in Österreich die von Pirelli und der FIA initiierte Fahrersichtung beim Star Driver Research gewonnen hatte, seinen WM-Einstand in einem seriennahen Mitsubishi Lancer IX. Er wird wie der 22jährige Finne Jarkko Nikara bei sechs der acht Läufe zur Produktionswagen-WM mit der kräftigen Unterstützung der FIA und von Pirelli an den Start gehen.
 
Martin Semerád war im letzten Oktober über seine Berufung schier aus dem Häuschen: «Das ist unglaublich. Das ist der beste Tag meines Lebens. Jetzt weiß ich, dass Träume wahr werden können. Ich weiß natürlich, dass das nächste Jahr auch sehr schwer werden wird - das wichtigste wird sein, neue Erfahrungen zu sammeln und zu lernen.»

Der zweifache Weltmeister Walter Röhrl, neben Michèle Mouton und Mario Isola von Pirelli in der Jury, begründete die Entscheidung folgendermaßen: «Jarkko war hinsichtlich des Fahrens außer jeder Diskussion. Die nachfolgenden Vertreter lagen alle sehr eng beieinander. Man hat sich dann für den mit 18 Jahren jüngsten Teilnehmer, Martin Semerád, entschieden. Mit dieser Entscheidung konnten wir alle leben. Denn die Zeiten waren nicht alleine entscheidend.»
 
Jetzt muss Semerád das Vertrauen, das die Jury in ihn gesetzt hat, erstmals auf den Pisten in den tief verschneiten Wäldern rund um die norwegische Stadt Hamar beweisen. Ganz unvorbereitet wird er in seine erste echte Winter-Rallye und in sein WM-Debüt nicht starten. Er besuchte im letzten Monat einen Kurs bei der norwegischen Rallye-Legende John Haugland, der ihm Unterricht auf verschneiten Pisten erteilte.
 
«Ich war über das Selbstvertrauen eines Fahrers, der gerade mal 18 ist, ziemlich erstaunt», erklärte Haugland. «Es war schon erstaunlich, welche Kontrolle er über das Auto hatte. Von aussen sah man, wie locker er mit dem Auto umging. Er ist wirklich sehr talentiert», zollte er Semerád Lob. Der junge WM-Debütant kommt mit einer besonderen Motivation nach Norwegen. Er möchte es in Norwegen besser machen als sein Vater Josef im letzten Jahr in Schweden. Der nämlich kam nur bis zur ersten Prüfung und rollte sich aus der Rallye.

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