BMW-Star Martin Tomczyk: Spannung auf Le Mans steigt

Von Martina Müller
24h Le Mans

Nach seiner DTM-Karriere will es Martin Tomczyk nun im Sportwagen noch einmal richtig wissen. Dafür startet er mit dem neuen BMW M8 GTE in der FIA WEC und somit auch bei den 24 Stunden von Le Mans.

Beim 24-Stunden-Rennen von Daytona, dem Saisonstart der amerikanischen IMSA-Serie, feierte der BMW M8 GTE sein Debüt. Erstmals seit langer Zeit starteten die Münchner in der großen GT-Kategorie wieder mit einem Fahrzeug, das vollständig den Regularien entspricht. Jedoch zeigte Daytona, dass der neu entwickelte BMW gegen die Konkurrenz von Corvette, Ferrari, Ford und Porsche keine Chance hatte. Für den IMSA-Test in Sebring bekam der BMW M8 GTE durch eine angepasste BoP mehr Power. Somit halten die Abstimmungsarbeiten bei BMW weiter an, um zum Saisonstart der WEC im Mai gerüstet zu sein.

Von der ersten Stunde an war auch Ex-DTM-Star und BMW-Werksfahrer Martin Tomczyk in das Entwicklungsprogramm des neuen M8 GTE eingebunden. «Wir haben viel Arbeit in die Entwicklung des neuen BMW M8 GTE gesteckt. Vor ein paar Wochen hat er in Daytona seine Premiere gefeiert. Der 24-Stunden-Marathon hat bereits gezeigt, wie zuverlässig das Fahrzeug ist. Ich freue mich riesig auf die neue Herausforderung», ist Tomczyk, der für BMW die komplette Saison 2018 in der WEC unterwegs sein wird, begeistert.

Dort trifft BMW auf die etablierte Konkurrenz von Porsche, Aston Martin, Ferrari und Ford. In Le Mans wird auch Corvette wieder mit von der Partie sein. Durch ihre bestechend schönen Formen bieten die so unterschiedlichen GTE-Renner nicht nur optisch einen Hochgenuss, auch der Spannungsfaktor im Kampf um die Podiumsplätze könnte größer kaum sein.

«Wir kennen diese Hersteller aus anderen Serien und wissen, dass sie konkurrenzfähige Fahrzeuge auf die Strecke bringen. Auch die Fahrer kenne ich sehr gut. Sie sind alle sehr schnell. Es wird also alles andere als einfach, in der WEC zu bestehen. Aber wir sind gerüstet und haben im BMW M8 GTE einen fantastischen Rennwagen. Und ich habe sehr starke Teamkollegen an meiner Seite. Ich bin also zuversichtlich, was unsere Chancen angeht», ist sich Martin Tomczyk den Qualitäten der Konkurrenz bewusst.

Der Rosenheimer ist seit 2012 als Werksfahrer für BMW tätig. Bis 2016 lenkte er für den Münchner Hersteller die Einsatzwagen in der DTM. Nun will Tomczyk es im Langstreckensport noch einmal richtig wissen. «Ich bin dankbar, dass ich nach 16 Jahren in der DTM nun die Chance habe, mich voll auf die Langstrecke zu konzentrieren. Ich war im vergangenen Jahr in Nordamerika in der IMSA WeatherTech SportsCar Championship am Start. Das war eine großartige Erfahrung für mich. In diesem Jahr werde ich beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans dabei sein, dem bedeutendsten Langstreckenrennen der Welt. Ich freue mich auf diese neue Herausforderung. Die Spannung steigt. Ich kann kaum abwarten, dass es endlich losgeht», blickt Tomczyk voraus.

Der nächste Meilenstein auf dem Weg zum WEC-Saisonstart ist der Prologue in Le Castellet am 6./7. April.

Übrigens: 1999 feierte BMW in Le Mans mit dem offenen Protoyp BMW V12 LMR den Gesamtsieg. 2011 standen die Münchner letztmalig in der Startaufstellung der 24 Stunden von Le Mans. Damals fuhr der BMW M3 GT Rang drei in der GTE-Klasse ein.

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