Heidfeld nach Le Mans-Crash: Froh über neue Barrieren

Von Oliver Runschke
Rebellion R-One beim Le-Mans-Testtag

Rebellion R-One beim Le-Mans-Testtag

Dem neuen Rebellion R-One fehlt in Le Mans noch eine kleine Welt auf die Werksautos. Heidfeld mit Glück im Unglück bei Abflug in Porsche-Kurven.

Der Testtag lief für Rebellion Racing mit den R-One-Toyota durchwachen. Dem schnellsten Rebellion R-One von Nick Heidfeld, Mathias Beche und Nico Prost fehlten am Testtag 8,6 Sekunden auf die Bestzeit von Toyota-Pilot Sébastien Buemi - selbst auf der 13,6 km langen Strecke von Le Mans eine halbe Ewigkeit. Was Rebellion aber positiv stimmt: Der Topspeed des neuen, von Oreca gebauten einzigen privaten LMP1 im Feld der 24h von Le Mans passt. Im Topspeed wurde der R-One, der im Gegensatz zu Audi, Toyota und Porsche ohne Hybridtechnik startet, mit 331,8 km/h gestoppt, nur acht km/h weniger als Klassenprimus Mark Webber im Porsche 919.

Schlagzeilen produzierte Rebellion Racing nur in den letzten drei Minuten des Testtags, als Nick Heidfeld Eingangs der Porsche-Kurven in der Streckenbegrenzung landete. Heidfeld hatte Glück im Unglück: Der Mönchengladbacher blieb unverletzt, das Monocoque des Rebellion unversehrt. Bereits am heutigen Dienstag fuhr Rebellion mit der reparierten Startnummer #12 auf dem kleinen Kurs von Le Mans einen Shakedown.

«Unser Auto ist immer noch brandneu, wir kennen es noch nicht besonders gut», sagte Heidfeld nach dem Test. «Die Balance war beim Testtag noch nicht so, wie ich sie gerne hätte. Wir haben am Wochenende ganz deutlich Fortschritt gemacht, aber das Auto ist immer noch sehr neu. Wie lernen stetig neue Dinge über den Benzinverbrauch, die Abstimmung und die Elektronik. Wir lernen dazu und haben noch viel Luft nach oben. Bei der Anfahrt zu den Porsche-Kurven habe ich das Heck des Autos verloren. Ich bin sehr froh, dass die Streckenbegrenzung dort in diesem Jahr in TecPro-Barrieren geändert wurde, denn die Beschädigungen am Auto hätten weitaus schlimmer sein können.»

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