24h Nürburgring: Wer wird es im Rennen schwer haben?

Von Oliver Müller
24h Nürburgring
Ohne Blink-Lampe: Der Falken-Porsche 991 GT3 R

Ohne Blink-Lampe: Der Falken-Porsche 991 GT3 R

Gleich geht es auf dem Nürburgring richtig zur Sache. Beim 24-Stunden-Rennen in der 'grünen Hölle' wird es einen hartem Kampf um den Gesamtsieg geben. Dabei hilft auch das blaue Blicklicht in der Frontscheibe mit.

Heute am frühen Nachmittag (ab 15:30 Uhr) geht es los: Und die 44. Ausgabe des legendären 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring verspricht, ein ganz grosses Motorsport-Festival zu werden. Über 150 Fahrzeuge werden an dem Rennen teilnehmen. Nach den Ergebnissen aus der Qualifikation und dem freien Training gehen die Mercedes-AMG GT3 als die leichten Favoriten in die Hatz zwei Mal rund um die Uhr.

Maro Engels Runde aus der Top-30-Qualifikation von 8:14,515 Minuten hat gezeigt, welch grosses Potential in den GT3-Wagen steckt. Denn zusätzlich gilt zu Bedenken, dass während jener Session die Nordschleife teilweise noch recht feucht war und auch im Bereich Bergwerk eine lokale 'Slow-Zone' (aufgrund des Unfalls von Kevin Estre im Porsche) installiert war. Nicht auszumalen, wie schnell es wohl unter optimalen Bedingungen gegangen wäre…

Somit ist aber auch eines klar: Das Rennen wird wieder ein Sprint, der ganze 24 Stunden dauern wird. Denn sobald man einmal ins Hintertreffen geraten ist, wird man aus der Entscheidung um den Rennsieg raus sein – einfach auch schon aufgrund der Tatsache, dass fast 40 Fahrzeuge Chancen auf den Gesamtsieg haben. Da ist die Konkurrenz schon von der schieren Menge her sofort zur Stelle.

Umso wichtiger ist es, gut durch den Verkehr zu kommen. Denn gerade wenn man von den kleineren (langsameren) Fahrzeugen nicht gesehen wird, verliert man schnell einige Sekunden. Dabei hilft natürlich auch die blaue Blink-Lampe, die alle Fahrzeuge der Top-30-Qualifikation erhalten haben. Die macht das Auto zwar nicht schneller, warnt aber den zur Überrundung anstehenden Verkehr – was auch der Sicherheit auf der Strecke dient.

Von den insgesamt 41 Top-Auto (38 GT3 und die drei Glickenhaus) sind also 30 Renner versorgt.
Nicht mehr dabei ist der Mercedes-AMG GT3 vom AMG-Team HTP Motorsport. Das Fahrzeug wurde vom Team zurückgezogen. «Aus strategischen Gründen haben wir uns entschieden, uns nur auf unsere beiden anderen Mercedes-AMG GT3 zu konzentrieren. Insbesondere wegen den zu erwartenden Witterungsbedingungen», erklärte Teamchef Norbert Brückner. Die auf dem Fahrzeug genannten Piloten Christian Vietoris, Christan Hohenadel und Renger van der Zande sind aber auch auf einem der Schwesterwagen gemeldet.
Auch der SCG P4/5 Competizione der Scuderia Cameron Glickenhaus (Bovingdon/Lauck/Harris) wurde nach dem heftigen Abflug im zweiten Qualifying abgemeldet.

Bleiben diese Fahrzeuge übrig (ohne Blicklicht)

Audi R8 LMS
Audi race experience Lee/Thong/Cheng/Yoong
Audi race experience Ohlsson/Bollrath/Oeverhaus/Hackländer
Car Collection Motorsport Ziegler/'Tonic'/Saurenmann/Schmidt

BMW M6 GT3
Walkenhorst Motorsport Henkola/Yamauchi/Sandritter/Richardson

BMW Z4 GT3
Walkenhorst Motorsport Walkenhorst/Posavac/van Lagen/Schmid

Porsche 991 GT3 R
Manthey Racing Klohs/'Schmidtmann'/Richter/Renauer
Falken Motorsports Dumbreck/Henzler/Ragginger/Imperatori

Nissan GT-R Nismo GT3
Team Zakspeed Gassner/Strauss/Coronel/Still

Dass der Falken-Porsche zu dieser Liste zählt, ist eine der grossen Überraschungen des Rennwochenendes. Das Team kommt in diesem Jahr in der Eifel einfach nicht richtig auf Touren. 2014 beendete man das Rennen auf Position vier – im Vorjahr sogar als Dritter.

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