Das Team von Altmeister Henri Pescarolo ist nun auch rein formal liqidiert. Das hält die Le-Mans-Legende aber nicht davon, mal wieder kräftig gegen den ACO auszuteilen.
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Das Sportwagen-Team von Henri Pescarolo ist nun auch rein formal ein Fall für die Geschichtsbücher. Das "Pescarolo Team", von Pescarolo Ende 2010 als Nachfolgeorganisation von "Pescarolo Sport" gegründet, wurde nach einer gescheiterten Insolvenz in Eigenverwaltung nach einer Anordnung des Handelsgerichts aus Le Mans im vergangenen Januar mangels Vermögenswerten abgewickelt. Das Verfahren wurde nach Angaben der französischen Zeitung "Ouest France" am 7. Februar abgeschlossen und setzt so den Schlussakt in der Geschichte des französischen Privatteams.
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Pläne, nach Le Mans zurückzukommen, hat der 71-jährige Pescarolo keine mehr, sagte er "Ouest France" und nutzte ein Interview mal wieder zum Rundumschlag gegen den Le-Mans-Veranstalter ACO. Von dessen Präsident Pierre Fillon hält er wenig, das neue technische Reglement findet er gut, aber nicht dessen Umsetzung. "Ich dachte, der ACO erlaubt Hybridtechnik in Le Mans um damit Energie zu sparen und das Rennen mit deutlich weniger Energie als bisher zu absolvieren. Aber der ACO hat sich dem Druck der Werke beim Reglement gebeugt und Autos zugelassen, die unglaublich teuer und kompliziert sind." Der ACO buhlt um Pescarolo als Botschafter für die 24h, doch "Heinrich der Grosse" will sich von dem Club ungern vor den Karren spannen lassen. Im vergangenen Jahr zum 90. Geburtstag rief der ACO eine "Hall of Fame" ins Leben und zeichnete die darin aufgenommen Le-Mans-Legenden, zu denen auch Pescarolo zählt, mit blauen Blazern aus. Als der ACO die Mitglieder der "Hall of Fame" bei seiner Pressekonferenz am Vorabend der 24h im vergangenen Juni stolz der Öffentlichkeit präsentierte, stand Pescarolo im Karohemd auf der Bühne. "Eure Jacke habe ich zu Hause vergessen", reagierte "Pesca" auf die Ehrung auf seine ureigene Weise.
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