Bautista: Barni wie ein Werksteam, DNA der 2026er-Ducati V4R unverändert
Ex-Superbike-Weltmeister Alvaro Bautista spricht bei SPEEDWEEK.com exklusiv über den Wechsel zu Barni und den ersten Eindruck von der neuen Ducati Panigale V4R.
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Für Alvaro Bautista beginnt in der Superbike-WM 2026 ein neues Kapitel. Erstmals geht der Spanier nicht als Werkspilot in eine neue Saison. Die Voraussetzungen sind dennoch sehr gut: Bei Barni erhält Bautista die neue Ducati Panigale V4R und wird direkt von den Ingenieuren des Werksteams unterstützt.
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Wo Bautista in diesem Jahr steht, lässt sich nach den verregneten Wintertests nicht beurteilen. Zumindest auf dem Papier zählt der 41-Jährige zu den potenziellen Podest-Kandidaten. Bautista selbst tut sich schwer, die Situation korrekt einzuschätzen. «Ehrlich gesagt weiß ich es nicht, denn wir hatten nicht viel Zeit auf der Strecke. Wir sind ein paar Runden im Nassen und auch ein paar im Trockenen gefahren, aber es ist schwierig zu beurteilen, weil das Motorrad ein bisschen anders ist. Der erste Eindruck war positiv, aber ich weiß nicht, wo das Limit liegt. Im Moment weiß ich nicht, auf welchem Niveau wir mit dem Motorrad sind», erklärte er gegenüber SPEEDWEEK.com.
Neue Ducati Panigale V4R: Die DNA hat sich nicht verändert Die neue Ducati Panigale V4R unterscheidet sich in einigen Bereichen vom Vorgängermodell, ist aber kein komplett neues Motorrad. «Ja, genau. Es ist eine Ducati, und ich denke, das Verhalten des Motorrads ist sehr ähnlich. Es gibt nur ein paar Änderungen, aber nichts Verrücktes, sodass es ein komplett anderes Motorrad wäre und man den Fahrstil ändern müsste», schilderte Bautista.
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Nach vielen gemeinsamen Jahren mit Crewchief Giulio Nava muss sich Bautista bei Barni an eine komplett neue Crew gewöhnen. Besonders dankbar ist er Teamchef Marco Barnabo: «Barni hat großes Interesse gezeigt, mich zu verpflichten, als ich auf dem Markt war. Und das weiß ich sehr zu schätzen. Es ist auf jeden Fall ein Team, das sich stark entwickelt. Letztes Jahr haben sie um den dritten Platz in der Meisterschaft gekämpft.»
«Der erste Eindruck ist sehr positiv, alle Leute sind sehr freundlich, es ist wie eine große Familie, und sie arbeiten extrem hart. Sie versuchen, unabhängig vom Werk, am Motorrad zu arbeiten und alle Details zu verbessern. Ich sehe hier viel Professionalität, deshalb bin ich im Moment sehr zufrieden. Die Beziehung zum Team aber auch zu meinem neuen Crewchief ist im Moment sehr gut», beschrieb Bautista.
«Wir lernen uns gerade kennen, und ich freue mich darauf, die Saison zu starten. Ich habe das Gefühl, dass dieses Team sehr gut arbeitet. Sie stehen den anderen Teams in nichts nach. Klar, mit dem anderen Team hatte ich eine sehr gute Beziehung, wir haben viele Rennen und Meisterschaften zusammen gewonnen, aber auch dieses Team gibt mir ein sehr gutes Gefühl. Also schauen wir mal.» Bautista weiterhin wichtig: Direkte Unterstützung vom Ducati-Werksteam Welchen Unterschied gibt es zum Werksteam? «Nun, im Moment gibt es keinen großen Unterschied, vor allem weil ich die Unterstützung vom Ducati-Werk habe. Die Ingenieure, die im Aruba-Team arbeiten, arbeiten auch hier für mich. Vielleicht nicht direkt in der Box, aber von dort aus unterstützen sie uns, kommen oft vorbei, schauen sich die Daten an und holen sich mein Feedback direkt.» «Im Moment spüre ich also keinen großen Unterschied in der Arbeitsweise. Natürlich gibt es unterschiedliche Abläufe, und daran muss ich mich noch gewöhnen, aber ich bin zufrieden damit, wie sich alles entwickelt», freute sich der Routinier und fügte hinzu: «Alle Ducatis befinden sich aktuell auf demselben Niveau.» Was nimmt sich Bautista für 2026 vor? Und welches Ziel setzt sich der ehemalige Weltmeister für die Superbike-WM 2026? «Im Moment habe ich keine Erwartungen, vor allem weil wir ohne richtige Tests nicht genau wissen, wo ich stehe und wo die anderen stehen. Ich möchte einfach mein Maximum geben. Ich möchte dem Team helfen, weiter zu wachsen.»
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«Ich habe kein konkretes Ergebnis im Kopf. Wenn ich mich voll konzentrieren kann, alles gebe und wir in jeder Situation unser Bestes machen, dann bin ich zufrieden. Ich möchte das Motorrad genießen und dann sehen wir, was dabei herauskommt», beschrieb Bautista seine Herangehensweise. Aktuell ist Ex-Teamkollege Nicolo Bulega der große Favorit. Bautista weiß aber, dass im Rennsport viel möglich ist: «Rennen sind Rennen, da kann viel passieren. Das Wichtigste ist die Arbeit und die Konzentration. Ich bin motiviert und freue mich darauf, dass die echte Arbeit mit den Rennen beginnt. Aber ich habe keine Erwartungen an Ergebnisse – ich will mich nur auf die Performance konzentrieren und mein Bestes geben.»
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