Pedro Acosta über 2026er-KTM: «Gute Rundenzeiten kommen einfacher»
Pedro Acosta arbeitete an Tag 2 des Sepang-Tests intensiv an Aero und Stabilität. Die Zeitenliste habe für ihn keine Priorität. Sein Wunsch: Die KTM-Fahrer sollen ein gemeinsames Paket entwickeln.
Nach einem verhaltenen ersten Testtag in Sepang fuhr Pedro Acosta an Tag 2 die viertschnellste Zeit und war damit schnellster Fahrer auf einer KTM RC16. Wichtiger als die Position war jedoch der Eindruck, den der Spanier hinterließ: Die KTM wirkt auf ihn fahrbarer, stabiler und reifer als vor einem Jahr.
Im Fokus stand bei Acosta klar die Aerodynamik. «Ich war heute extrem auf das Aero-Paket konzentriert», erklärte der 21-Jährige nach einem langen Arbeitstag mit vielen Entscheidungen. KTM testete verschiedene Varianten rund um Verkleidungen und Windschild – darunter auch eine deutlich schmalere Ausführung im oberen Bereich, wie sie schon in Barcelona 2024 getestet wurde. «Andere Hersteller, wie Aprilia, fahren schon lange mit sehr kleinen Scheiben – wir müssen alles ausprobieren.»
Der erste Eindruck der 2026er-KTM fällt positiv aus. «Das Motorrad ist einfach schneller», stellte Acosta nüchtern fest. «Du musst nicht mehr bei 100 Prozent sein, um eine gute Rundenzeit zu fahren. Alles kommt leichter.»
Zeiten zweitrangig, Gesamtpaket entscheidend
Acosta stellte auch fest, dass er im Vergleich zum Vorjahr noch keinen Sturz baute. Im Vorjahr schliff er fünf Mal am Asphalt entlang. Ein Grund für diese Sattelfestigkeit sei das bessere Bremsverhalten und die Stabilität beim Einlenken. «Wenn der Reifen abbaut, bleibt das Bike konstanter», lobte er. Genau hier habe das neue Aero-Paket spürbare Fortschritte gebracht.
Eine klare Aussage zur Konkurrenzfähigkeit für den Thailand-GP wollte Acosta nicht treffen. Zu frisch sind die Erinnerungen an 2025, als ein starker Auftakt in Buriram später in Ernüchterung mündete. «Wir müssen realistisch bleiben», mahnte er. In Sepang gehe es nicht um die Zeitenjagd, sondern darum, das bestmögliche Grundpaket zu schnüren. «Mein Ziel ist, mit der besten Kombination aus allen verfügbaren Teilen nach Thailand zu reisen – schnell und konstant.»
Hoffnung auf gemeinsame KTM-Entwicklung
Offen ist die finale Chassis-Entscheidung, auch hier wird intern weiter evaluiert. Interessant: Acosta hofft auf eine einheitlichere Linie bei der Entwicklung innerhalb der KTM-Fraktion. «Andere Hersteller fahren mit der gleichen Spezifikation, wodurch es einfacher wird, Fortschritte zu machen», sagte er mit Blick auf die oft unterschiedlichen Entwicklungsrichtungen der KTM-Piloten im Vorjahr.
Pos.
Fahrer
Hersteller
Zeiten
1.
Joan Mir (E)
Honda
1:56,874 min
2.
Franco Morbidelli (I)
Ducati
+0,109 sec
3.
Fabio Di Giannantonio (I)
Ducati
+0,175
4.
Pedro Acosta (E)
KTM
+0,242
5.
Maverick Vinales (E)
KTM
+0,252
6.
Marco Bezzecchi (I)
Aprilia
+0,267
7.
Raul Fernandez (E)
Aprilia
+0,400
8.
Francesco Bagnaia (I)
Ducati
+0,428
9.
Ai Ogura (J)
Aprilia
+0,502
10.
Enea Bastianini (I)
KTM
+0,676
11.
Luca Marini (I)
Honda
+0,691
12.
Alex Marquez (E)
Ducati
+0,790
13.
Brad Binder (ZA)
KTM
+0,879
14.
Johann Zarco (F)
Honda
+1,472
15.
Marc Marquez (E)
Ducati
+1,512
16.
Lorenzo Savadori (I)
Aprilia
+1,692
17.
Diogo Moreira (BR)
Honda
+1,697
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach