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Balaton, Sprint: Chaos bei Ducati-Sechsfachsieg – Desaster für BMW
Im chaotischen Superpole-Race der Superbike-WM 2026 auf dem Balaton Circuit wiederholte sich die Dominanz von Ducati. Den Sieg räumte Werkspilot Nicolò Bulega ab. Für BMW war der Sprint ein Desaster.
Das Superpole-Race über nur 10 Runden auf dem Balaton Circuit fand bei Sonnenschein und 20 Grad Celsius statt. Dass die Piloten nicht auf den Reifenverschleiß achten müssen und jede Runde ans Limit gehen, macht den Reiz dieses Formats aus.
Die Bezeichnung des Sprintrennens kommt daher, weil das Ergebnis in die Startaufstellung für den zweiten Lauf einfließt. Die Top-9 erhalten bis zu zwölf WM-Punkte und nehmen die ersten neun Startplätze ein, die weiteren Positionen entsprechen der Superpole vom Samstag.
Die Startaufstellung für den Sprint entsprach wiederum der Superpole. Neben Lauf-1-Sieger Nicolò Bulega starteten mit Lorenzo Baldassarri und Yari Montella zwei Ducati-Kundenpiloten. Die zweite bestand aus Miguel Oliveira (BMW), Iker Lecuona (Ducati) und Sam Lowes (Ducati).
Chaos und Abbruch beim ersten Startversuch
Bulega gewann zunächst den Start, doch beim Anbremsen war Montella zu spät dran, fuhr eine weite Linie und drängte Bulega ebenfalls nach außen. Das Durcheinander an der Spitze verhalf Baldassarri zur Führung, dahinter reihte sich Lecuona ein.
Ein wenig später in Kurve 6 das nächste Chaos: Sam Lowes (Ducati) berührte Andrea Locatelli (Yamaha), der daraufhin stürzte und Miguel Oliveira (BMW) mit ins Verderben riss. Das Rennen wurde daraufhin abgebrochen, weil der Portugiese auf der Strecke liegenblieb. Oliveira war bei Bewusstsein und wurde zur Untersuchung ins Medical-Center transportiert.
Neustart über nur noch acht Runden
Der Restart erfolgte über nur noch acht Runden in der ursprünglichen Reihenfolge. Der Startplatz von Oliveira blieb jedoch frei. Beim zweiten Versuch waren die Superbike-Piloten disziplinierter und kamen heil durch die ersten Kurven.
Bulega bog als Führender in die erste Kurve ein, dahinter Montella, Baldassarri und Lecuona. Als sich die beiden Ducati-Privatiers leicht touchierten, schlüpfte Lecuona durch und war erster Verfolger seines Aruba.it-Teamkollegen.
Nach der ersten Runde führte Bulega 0,5 sec vor Lecuona. Baldassarri und Locatelli, folgten innerhalb 2 sec – aber der Yamaha-Pilot bekam zwei Long-Lap aufgebrummt und fiel später hoffnungslos zurück.
Vorn machte der WM-Leader die Pace und fuhr in 1:38,263 min um 0,4 sec schneller als Lecuona. Nach Runde 3 lagen sechs Ducati in den Top-6. Als Siebter war Alex Lowes (Bimota) Best of the Rest. Eine starke Anfangsphase hatte Garrett Gerloff (Kawasaki) auf der neunten Position. Danilo Petrucci (BMW) belegte abgeschlagen Platz 16.
Totale Ducati-Dominanz in den Top-6 – Bimota ‹Best of the Rest›
Bulega und Lecuona fuhren weiter die schnellsten Runden und kreuzten in dieser Reihenfolge die Ziellinie. Wichtiger als die Punkte für Platz 2 war für Lecuona die Aussicht auf die verbesserte Startposition für das zweite Hauptrennen. Dritter wurde Baldassarri. Mit Bautista, Montella und Alberto Surra nahm Ducati die vordersten sechs Plätze in Beschlag.
Bester Nicht-Ducati-Pilot wurde Alex Lowes mit der Bimota KB998 als Siebter. Für Gerloff mit der einzigen Kawasaki bedeutete Platz 8 eine Verbesserung um vier Positionen. Den letzten Punkt holte Tarran Mackenzie (9./Ducati).
Die beste Yamaha brachte Xavi Vierge auf Platz 10 ins Ziel. BMW-Pilot Danilo Petrucci wurde 16.
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