Mit Schmerzen zum Balaton-Sieg: Paola Ramos (19) hat nichts zu verlieren
Mit dem Sieg im zweiten Lauf der WorldWCR 2026 machte sich Paola Ramos selbst ein Geburtstagsgeschenk. Trotz Schmerzen setzte sich die Teenagerin auf dem Balaton Circuit kampfstark durch.
Paola Ramos traute man am ehesten zu, Weltmeisterin Maria Herrera konstant die Stirn zu bieten und um den Titel der WorldWCR 2026 kämpfen zu können. Letzteres ist nach einem Sturz in Assen in weitere Ferne gerückt, denn die junge Spanierin schrieb zwei Nuller – in einer Meisterschaft mit nur sechs Events ist das kaum aufzuholen.
Auf dem Balaton Circuit meldete sich Ramos zurück, und wie. Obwohl die ungarische Piste neu für die seit 1. Mai 19-Jährige war, stürmte sie im ersten Rennen als Dritte und im zweiten Lauf als Siegerin ins Ziel.
In 1:51,935 min stellte Ramos den Rundenrekord auf – 0,5 sec schneller als die beste Rennrunde von Herrera und schneller als der Pole-Rekord ihrer zehn Jahre älteren Landsfrau. «Bei dem Sturz in Assen krachte mein Bike auf meinen Fuß, weshalb ich den zweiten Lauf verpasst habe», ärgerte sich Ramos auf Nachfrage von SPEEDWEEK.com-Mitarbeiter Sebastian Fränzschky noch immer. «In Ungarn hatte ich immer noch leichte Schmerzen, fühlte mich aber insgesamt recht gut auf dem Motorrad. Ich kannte den Balaton Circuit nicht und konnte gewinnen und die schnellste Runde fahren; das ist unglaublich.»
Keine Strategie, das war Instinkt.Paoma Ramos
Ramos war in den letzten Runden die aggressivste Fahrerin in der aus vier Pilotinnen bestehenden Spitzengruppe. «Das war keine Strategie, das war Instinkt. Ich setzte alles auf eine Karte und wollte sehen, was dabei herauskommt», schmunzelte die Teenagerin. «Nach dem Nuller in Assen ist der Titel für mich kaum zu erreichen, also hatte ich nichts zu verlieren. Mein Saisonziel war ursprünglich, die Weltmeisterschaft zu gewinnen. Jetzt möchte in jedem Rennen um den Sieg kämpfen und so viele Punkte wie möglich einfahren. Sollte Maria einmal Pech haben, möchte ich in der Situation sein, um doch noch um den Titel kämpfen zu können. »
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