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Donington-Gaststarter Luke Stapleford mit Favoritenschreck-Potenzial
Gegen die Übermacht von Ducati beim Superbike-Meeting auf dem Balaton Circuit tat sich auch Bimota schwer. Ein sechster Platz im ersten Lauf durch Alex Lowes war das Highlight des Wochenendes.
Ducati hat mit der neuen V4R ein Meisterstück geschaffen. Den Ingenieuren aus Borgo Panigale ist es offenbar gelungen, die bisherigen Stärken auszubauen und die letzten Schwächen zu beseitigen. Den Werksteams der anderen Hersteller fällt es zunehmend schwer, selbst mit den Ducati-Kundenpiloten mitzuhalten. Beim vierten Saisonmeeting auf dem Balaton Circuit konnte nur BMW-Pilot Miguel Oliveira Ducati im ersten Lauf einen Podestplatz abringen.
Und sonst: Kawasaki erreichte im zweiten Lauf einen fünften Platz und Alex Lowes sorgte als Sechster für das beste Finish von Bimota. Der Engländer ist punktgleich mit Yari Montella (82 P.) WM-Sechster und mit Alvaro Bautista (81 P.) und Lorenzo Baldassarri (78 P.) sind ihm zwei weitere Ducati-Privatier bedrohlich Nahe gekommen.
«Es fällt schwer, mit Platz 6 wirklich zufrieden zu sein, aber ich bin, sagen wir mal, am Limit gefahren», beteuerte Lowes am Samstagnachmittag.«Ich hatte das Gefühl, in fast jeder Runde das Maximum herauszuholen. Ich war enttäuscht, dass ich am Ende den fünften Platz an Bautista verloren habe, aber in den letzten Runden war er einer der Schnellsten auf der Strecke. Ich habe wirklich versucht, mich zu verteidigen, aber es sollte einfach nicht sein.»
Die Sonntagsrennen brachten für den 35-Jährigen keine Verbesserung, im Gegenteil. Nach Platz 7 im Superpole-Race stürzte Lowes im zweiten Lauf.
«Mit dem Superpole-Rennen war ich sehr zufrieden. Wir haben gute Arbeit geleistet und sogar unsere schnellste Runde des Wochenendes gefahren», betonte der Bimota-Pilot. «Das zweite Rennen verlief nicht so, wie wir es uns gewünscht hatten. Im Hauptrennen hatte ich einen guten Start und kam gut durch die ersten beiden Kurven und war Vierter. Dann hat mich Baldassarri von der Linie gerammt, sodass ich fünf oder sechs Plätze verloren habe. Wir hatten eine gute Änderung an der Front vorgenommen, und ich konnte sehen, wie einige andere Fahrer von der Strecke abkamen, während ich das Motorrad recht gut unter Kontrolle hatte.»
Und wieso war Lowes gestürzt? «Ich folgte Taz Mackenzie durch die Schikane bei T9 und T10 und dabei habe ich seine Geschwindigkeit im zweiten Scheitelpunkt falsch eingeschätzt. Ich hatte vor, ihn in T10 zu überholen, aber das hat mich völlig überrascht. Ich habe mit meiner Hand sein Heck berührt und das Vorderrad verloren.»
Trotz seines Fehlers bewertet Lowes das Wochenende positiv, auch wenn Podestplätze in weiter Ferne waren. «Ich finde, wir hatten ein wirklich positives Wochenende. Ich habe unsere Möglichkeiten voll ausgeschöpft, gute Starts hingelegt und mich in gute Positionen gebracht», zählte Lowes auf. «Angesichts der Fortschritte, die wir von Freitag über Samstag bis Sonntag gemacht haben, ist es schade, dieses Wochenende mit einem Sturz zu beenden. Insgesamt finde ich, dass wir als Team wirklich gut abgeschnitten haben.»
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