Furioser Lorenzo Baldassarri (Ducati): Nach Highspeed-Crash auf das Podium
Lorenzo Baldassarri ist eine der positiven Überraschungen der Superbike-WM 2026. Auf dem Balaton Circuit schüttelte der Ducati-Pilot einen Sturz bei 200 km/h ab und brauste auf das Podest.
Ducati gelang der erste Sieg der Saison, doch alle Aprilia-Racer landeten in Jerez in den Top-6. Der Test endete mit drei Bikes aus Noale in Front. Eine Bestandsaufnahme nach dem MotoGP-Europaauftakt.
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So überraschend die Verpflichtung von Lorenzo Baldassarri durch Go Eleven als Nachfolger von Andrea Iannone war, so sehr überraschte der 29-Jährige bei seinem Debüt auf der Ducati V4R im ersten Saisonrennen auf Phillip Island als Dritter auf dem Podest. Anschließend bestätigte sich der Italiener als solider Top-10-Fahrer.
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Beim vierten Saisonevent zeigte Baldassarri seine bisher beste Performance, auch wenn er sich im ersten Lauf seinen ersten Rennsturz leistete. Doch davon unbeeindruckt holte sich der Ducati-Pilot als Zweiter der Superpole in den Sonntagsrennen die Plätze 3 und 4. «Dass ich das erste Rennen durch den Sturz verpasst habe, war auch für das weitere Wochenende problematisch: Wir konnten keine Daten sammeln und man verliert das Gefühl – ich flog bei 200 km/h vom Motorrad und wäre beinahe für rennuntauglich erklärt worden», verriet Baldassarri in kleiner Medienrunde. «Mein Team hatte am Samstag nach dem Crash viel zu tun. Das Motorrad war komplett zerstört und sie haben es bis in die Nacht neu aufgebaut. Es war also etwas riskant, aber mit dem Podium im Sprintrennen haben wir unseren Speed bestätigt und mit Platz 4 im langen Rennen hatten wir auch die Pace für ein Top-3-Finish.»
In der Gesamtwertung belegt Baldassarri mit 78 Punkten zwar nur Rang 8, doch sein Rückstand auf den viertplatzierten Miguel Oliveira (BMW) beträgt nur sieben Punkte. «Ein Fahrer wie ich, ohne sonderliche Superbike-Erfahrung, hat keine große Erwartungen», meinte der Italiener. «Es ist nicht leicht, ein Team zu finden, das dir vertraut und dich in eine Position versetzt, dein Talent auszudrücken. Für mich war das nach ein paar schwierigen Jahren essenziell, aber glücklicherweise hatte ich 2025 ein ausgezeichnetes Team in der MotoE und auch in diesem Jahr hier in der Superbike-WM. In diesem Umfeld kann ich einer der besten Fahrer sein.»
Ducati gelang der erste Sieg der Saison, doch alle Aprilia-Racer landeten in Jerez in den Top-6. Der Test endete mit drei Bikes aus Noale in Front. Eine Bestandsaufnahme nach dem MotoGP-Europaauftakt.
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Um den letzten Schritt zu schaffen, fehlen Kleinigkeiten.Lorenzo Baldassarri
Traut sich Baldassarri zu, in der Superbike-WM 2026 den Anschluss zur Spitze zu schaffen? «Um den letzten Schritt zu schaffen, fehlen Kleinigkeiten. Auf der Rennstrecke verliert 0,1 sec im einen Sektor und wieder und wieder. Das addiert sich auf eine halbe Sekunde pro Runde», rechnete der Ducati-Privatier vor. «Aber ich denke, gerade der zweite Lauf hat uns – also mir und auch dem Team – einen Schub gegeben, dass wir mit konsequenter Arbeit und dem festen Willen näher an das Werksteam herankommen können. Wir sind ein Kundenteam und es ist normal, dass das Werksteam über uns steht. Unser Ziel ist aber, die Lücke so klein wie möglich zu halten. In der zweiten Hälfte im zweiten Rennen waren meine Rundenzeiten ähnlich wie die von Iker; zu Nicolò fehlt ein wenig mehr. Das macht uns zuversichtlich.»
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