Kuriose Strafe für Valtteri Bottas (Cadillac): Knopf nicht richtig gedrückt
Formel-1-Neuzugang Cadillac hat noch mit ein paar Kinderkrankheiten am Boliden zu kämpfen. Ein nicht richtig funktionierender Knopf kam Valtteri Bottas in Miami in die Quere.
Cadillac ist seit Beginn dieser Saison als elftes Team neu in der Formel 1 mit dabei. Der Neueinsteiger aus den USA kauft den Motor von Ferrari ein, baut das Chassis und viel Zubehör aber selbst – und dabei treten derzeit noch allerlei Kinderkrankheiten auf. Valtteri Bottas, immerhin Vizeweltmeister mit Mercedes, hat am Miami-Wochenende mit seinem Auto etwas Besonderes erlebt – genauer gesagt mit seinem Lenkrad.
Der Finne musste früh zum Boxenstopp – und bekam danach eine Durchfahrtsstrafe ausgesprochen, die er bei einem weiteren Boxenstopp büßen musste. Der Grund? Zu schnell unterwegs in der Boxengasse. Das klassische Raser-Bußgeld.
Bottas: Knopf hat versagt
Eigentlich haben die Formel-1-Fahrer einen Pitlimiter-Knopf, der die Geschwindigkeit automatisch limitiert, also eine Art Tempomat für Rennautos. Damit sollen solche Geschwindigkeitsüberschreitungen eigentlich verhindert werden. Auf den meisten Kursen ist die erlaubte Maximalgeschwindigkeit in der Pitlane 80 km/h, Ausnahmen gibt es z.B. in Monaco mit nur 60. Mit dem Pitlimiter können die Fahrer das Maximum ausreizen, ohne «geblitzt» zu werden.
Nach dem Rennen verriet Bottas, welcher kuriose Umstand zu der Strafe führte: «Ich habe den Pitlimiter-Knopf gedrückt, aber offensichtlich nicht doll genug.» Und so sprang die Technik nicht an, Bottas fuhr zu schnell und bekam die Strafe.
Neue Knöpfe noch nicht da
Der Finne erklärte: «Wir haben noch ein paar Probleme mit Feedback bei ein paar Knöpfen. Wir arbeiten daran. Das ist ein bekanntes Problem, aber wir haben die neuen Knöpfe noch nicht bekommen. Hoffentlich sind sie zum nächsten Rennen da. Aber das gehört dazu, wenn man als Team komplett neu startet.» Unterwegs mit Köpfchen – aber mit nicht dem richtigen Knöpfchen.
Dass Bottas auch eine schwarz-weiße Flagge als Verwarnung geschwenkt bekam, weil er blaue Flaggen ignoriert hatte, wusste der Finne direkt nach dem Rennen nicht, hatte das gar nicht mitbekommen. Blaue Flaggen zeigen einem langsameren Fahrer an, dass sich hinter ihm ein schnellerer Fahrer nähert und er Platz machen muss. «Die blauen Flaggen hatte ich auf meinem Display, das ist also recht einfach zu sehen.» Immerhin das funktioniert schon anständig. Der Finne kam trotzdem als Letzter ins Ziel.
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