Toto Wolff (Mercedes): Riesen-Lob für Miami-Sieger Kimi Antonelli
Nach Kimi Antonellis drittem Grand-Prix-Sieg findet Mercedes-Teamchef Toto Wolff lobende Worte für seinen Schützling. Warum ihn das Rennen in Miami an Antonellis Anfangszeit erinnert.
Mit seinem Sieg in Miami fuhr Mercedes-Youngster Kimi Antonelli zu seinem dritten GP-Sieg überhaupt, seinem dritten in Serie und seinem dritten in dieser Saison. Shanghai, Suzuka und jetzt Miami. Der 19-jährige Teenager baut seine WM-Führung aus, machte die dritte Pole in Folge zu Gold. Mercedes jubelt, Italien jubelt und der Hype ist riesig.
Kurz vor Ende des Rennens wurde es aber noch mal hektisch um Antonelli, er überfuhr mehrfach die Streckenbegrenzung, rauschte auf den letzten Metern auf eine Zeitstrafe zu. Für Teamchef Toto Wolff alles halb so wild.
Wolff: Erinnerung an Karting-Zeit
Der Österreicher: «Es ist einfacher, jemanden auszubremsen oder zu beruhigen, der wild ist. Denn man kann keinen Esel antreiben.» Und dann das dicke Lob vom Chef: «Für mich war es sein bislang bestes Rennen. Es erinnert mich an seine Karting-Zeit oder die Zeit in der Formel 4. Er hat keine Fehler gemacht.» Ein fehlerfreier Antonelli baute seinen Vorsprung im Klassement auf seinen Teamkollegen George Russell auf 20 Punkte aus.
Toto Wolff über Werdegang und Entwicklung seines Schützlings: «Wenn man sich seine Laufbahn im Kartsport und in den Nachwuchsserien ansieht, war er herausragend. Und wenn man bedenkt, was wir letztes Jahr gesagt haben, dann entspricht das genau seiner Leistung und seiner Entwicklung: Wir hatten diese großartigen Höhenflüge und Momente der Brillanz und dann Momente, in denen er Fehler machen durfte. Wir mussten ihn kalibrieren und weiterhin betreuen, während wir Druck auf ihn ausgeübt haben.»
Trotzdem: Ruhig bleiben!
Wolff: «Aber er nimmt das einfach gut auf und ist in der Lage, es zu analysieren, ohne es zu sehr zu überdenken. Er trennt das: ‚Okay, ich habe einen Fehler gemacht‘, legt es beiseite. Und dann starten wir in die Saison, er hat Grands Prix erlebt, er hat mit dem Team gearbeitet, er kennt den Druck, den die Medien auf ihn ausüben, aber trotzdem müssen wir hier einfach wirklich ruhig bleiben.»
Dass der Druck manchmal zu viel wird und das Team auch mal die Handbremse ziehen muss, machte Wolff ebenfalls klar und deutlich. Der Hype in den italienischen Medien geht dem Wiener zu weit, wie er mit einem Tennis-Vergleich verdeutlichte (
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