Größte Sorge: «Brauchen eine Deutsche Meisterschaft»
Nicht erst seit dem Krieg in der Ukraine und dem Aus der Rennen in Berlin hat der Eisspeedwaysport in Zentraleuropa einen schweren Stand. Christian Platzer, Chef des Inn Isar Racing Teams, fordert Maßnahmen.
Abgesehen von den permanenten Wildcards steht das Fahrerfeld für die Eisspeedway-Weltmeisterschaft, für einen Großteil der WM-Piloten ist nun aber Pause, ehe es in Inzell um Punkte geht. Das Problem: Das große deutsche Eisspeedway-Event in Bayern findet erst Ende März statt, und bis dahin sind abgesehen von der Europameisterschaft auf dem europäischen Kontinent keine Rennen.
Für die Fahrer, die keine Europameisterschaft fahren, bedeutet das eine wochenlange Rennpause. "Wir überlegen, ob wir noch mal rauffahren nach Schweden", beschreibt Christian Platzer, der als Chef des Inn Isar Racing Teams mit Max Niedermaier und Markus Jell zwei WM-Piloten betreut, die aktuelle Situation. "Bei der EM ist von unseren WM-Fahrern keiner gesetzt, da ist die zweite Garde dran. Unser Markus Jell ist am 13. Januar das letzte Mal Eisspeedway gefahren und
In der Vergangenheit fanden in der jetzt rennfreien Zeit die WM-Meetings in Russland statt, an die sich die Veranstaltung in Berlin samt Deutscher Meisterschaft anschloss. Doch seit dem Krieg in der Ukraine und
In den vergangenen Jahren hat das Inn Isar Racing Team beste Kontakte nach Schweden aufgebaut und konnte seinen Fahrern 2023 und 2024 Trainingslager und Rennstarts in der schwedischen Liga ermöglichen. "Wir hatten letztes Jahr schon Top-Bedingungen, aber beim ÖMK Rundbana war es in diesem Jahr noch mal besser. Wir hatten die volle Unterstützung des Clubs, und das beweist mal wieder, dass es nur zusammen geht", so Platzer. "Wir planen auch eine weitere Zusammenarbeit, dass das Inn Isar Racing Team die Fahrer nach oben bringt und Rundbana uns die Bahn stellt, weil wir bei uns nicht fahren können."
Gedanken, neben Trainingslagern auch Rennen in Schweden zu veranstalten, sind bei Platzer weit gereift. "Man könnte das Ganze ausweiten, nach dem Modell der Skandinavier mit Schwedischer, Finnischer und Nordischer Meisterschaft, und wir fahren mit den Österreichern und Schweizern einen Alpencup, der sich in Inzell bestimmt prächtig machen würde. Das könnte einigen Fahrern die Möglichkeit bieten, Rennen zu fahren. Wenn man sieht, dass unsere Fans extra zu den Ligarennen nach Schweden reisen, ist da schon was möglich. Es muss doch machbar sein, in Inzell drei Tage zu fahren. Denn irgendwas muss man tun, damit der Sport überlebt. Wenn man ein bisschen kreativ um die Ecke denkt, dann eröffnen sich Ideen."
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