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Hintergrundgeschichte: Der Aufwand hinter einem Eisspeedway-WM-Finale

Was braucht es alles für einen Großevent wie die Eisspeedway-Rennen in Inzell oder Heerenveen? SPEEDWEEK.com entlockte Kai Schmiedeknecht vom DMV Südbayern interessante Informationen.

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So schnell sich die Hallen in der Max-Aicher-Areana in Inzell oder dem beeindruckenden Thialf-Eisstadion in Heerenveen füllen und nach den Rennen auch wieder leeren, bis sich ein Rad auf dem Eis dreht, ist einiges an Arbeit zu leisten, da diese beiden Arenen nicht für den Eisspeedwaysport gebaut, sondern Zentren des Eisschnelllaufs sind. Werden für Eisschnelllauf 2,5 bis 5 cm Eis aufgebaut, sind für Eisspeedway zirka 20 cm nötig, da die Spikes das Eis anders zerstören als Schlittschuhe. Zudem sind die Sicherheitsstandards bei einem Motorsportevent viel höhere.

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«Im Endeffekt fangen die Eismeister bei uns in Inzell immer am 1. März mit dem Eisaufbau an», erklärte Kai Schmiedeknecht von der DMV Landesgruppe Südbayern im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Da sind fünf Eismeister eine Woche lang im Schichtbetrieb von früh morgens bis nachts um 3 Uhr im Einsatz. Dienstags vor der Veranstaltung ziehe ich dann mit meinen Leuten in der Halle ein und beim Aufbau sind wir rund 30 Mann. Mittwochs kommen die Ballen aus dem rund 35 km entfernten Altötting, wo sie mit Eisengestellen eingelagert sind, es sind insgesamt drei LKW mit je drei Touren unterwegs, bis alles da ist. Wir haben da meist bis Donnerstagabend Arbeit, wobei am letzten Tag meist nur noch die Schönheitsarbeiten gemacht werden.»

Helfer bekommen den Mindestlohn

Die Inzeller können auf eine eingespielte Mannschaft vertrauen. «Es läuft inzwischen alles sehr routiniert ab und viele sind schon über Jahre dabei. Ich kann mich voll auf mein Team verlassen und muss das nicht permanent im Blick haben. Es sind zum Teil Vereinsmitglieder im Dienst, die Helfer werden während der Zeit von uns angestellt und mit dem Mindestlohn vergütet. Logistisch ist das bei uns inzwischen sehr ausgereift, wir sorgen für die Unterkunft unserer Helfer und verpflegen diese inzwischen auch an den Tagen, wenn sie da sind», so Schmiedeknecht, der auch aufgrund des großen Bedarfs an Helfern Abstand von einem dritten Rennen nimmt.

«Das wäre finanziell ein großes Risiko – auch was unser Personal betrifft. Beim Auf- und Abbau habe ich meine Leute, aber am Veranstaltungstag haben wir sogar bis zu 120 Leute im Einsatz und das ist ein zusätzlicher Aufwand. Für das Abschiedsrennen von Günther Bauer haben wir die Halle ohne Miete bekommen. Und auch wenn wir nächstes Jahr 60-jähriges Jubiläum haben, ist weiterhin eine zweitägige Veranstaltung geplant. Wir sind mit den Bewirtungen und so weiter am Veranstaltungstag außen vor, denn das macht alles die Stadionwirtschaft und wir finanzieren alles rein über die Sponsoren und Eintrittstickets – das ist in Heerenveen übrigens auch so. Zudem müssten wir, wenn wir ein drittes Rennen machen würden, früher mit dem Aufbau beginnen und auch mit allem einen Tag früher fertig sein.»

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Das Eisspeedway-Publikum wird nicht jünger

Doch auch ohne eine dritte Rennveranstaltung, die mit den aktuellen FIM-Vorschriften weitere Probleme mit sich brächte, öffnet sich die Max-Aicher-Arena zwischenzeitlich an drei Tagen, da das WM-Training am Freitagnachmittag ebenfalls Zuschauer in die Halle lockt. «Die Geschichte mit dem offenen Training wird jedes Jahr mehr und es waren rund 2000 Leute in der Halle. Wir legen Wert darauf, viele Kinder und Inzeller zum Training zu begrüßen und so Interesse am Sport zu wecken, denn die Rennbesucher werden aktuell nicht jünger. Für die ganze Szene ist es schlecht, dass in Berlin nichts mehr ist. Seither ist bei uns zwar immer sehr schnell ausverkauft, was für uns natürlich gut ist, aber für den Sport im Gesamten ist es schlecht.»

Zur Terminwahl Mitte März erläuterte Schmiedeknecht: «Da nach dem Eisspeedway in der Halle nichts mehr los ist, haben wir keine Deadline, aber wir sind dann meist schon montags nach dem Rennen fertig. Wir bereiten die Säcke bereits nach Rennende für den Transport vor und bauen alles rundherum, inklusive der Hütten, Fahrerlagertribünen, VIP-Bereiche und Verkaufsstände, wieder ab.»

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