Eisspeedway-Team-WM: Christoph Kirchner – der Bronzeheld für Deutschland
Die Big-Points beim Bronze-Gewinn Deutschlands in der Eisspeedway-Team-WM schrieb Max Niedermaier. Doch entscheidend war Christoph Kirchners geistesgegenwärtiger Einsatz im Finallauf in Heerenveen.
Bei der Siegerehrung in Heerenveen, als das deutsche Eisspeedway-Nationalteam die Bronzemedaille in Empfang nahm, bekannte Max Niedermaier, dass eigentlich Christoph Kirchner die Medaille geholt hat, weil er den Tschechen Andrej Divis im entscheidenden Lauf hinter sich lassen konnte.
«Gegen die Finnen war noch nicht viel los», bekannte Christoph Kirchner, der im zweiten Durchgang deutlich besser im Geschehen war. «Im Lauf gegen die Österreicher hatten wir den Plan, dass ich die innere Linie fahre, die Harald Simon immer fährt, und Max somit den Freiraum hatte vorneweg die Punkte zu holen. Das hat bis zum Sturz funktioniert, bis mir der Harry das Moped weggefahren hat.»
Nach Sturz musste Chris Kirchner aussetzen
Aufgrund des Crashs wurde Simon disqualifiziert und der Lauf 7:2 für Deutschland gewertet. Doch schwerwiegender war, dass Kirchner erst mal aussetzen musste: «Ich hatte nach dem Lauf ein geschwollenes Sprunggelenk im linken Fuß und habe Maximilian Niedermaier den nächsten Lauf gegen die Niederlande überlassen. Auch gegen Schweden bin ich bewusst in der Box geblieben, um Kräfte zu sparen.» Hilfreich für Kirchner waren die
Kirchner kam im letzten Vorlauf gegen die Tschechen zurück und trug wesentlich dazu bei, dass das deutsche Team im Lauf um Bronze das erste Zugriffsrecht auf die Startplätze hatte. «Das erste Startrecht zu haben war kein Fehler, und wir konnten wieder so arbeiten wie in den Vorläufen. Dass Max wegfahren kann und ich wusste im Vorneherein, dass ich arbeiten muss», erzählte der deutsche Bronzeheld SPEEDWEEK.com, der einen Weg fand, sich zwischen die Tschechen zu zwängen. Lukas Hutla unternahm alles, um Kirchner zu blocken und auf dem letzten Platz zu halten. Aber Kirchner überrumpelte Divis auf den letzten Metern, während Max Niedermaier an der Spitze weit vorausfuhr. «Es war der starke Wille, unbedingt aufs Podest zu kommen mit dem Team, dass ich alles reingehauen habe. Max hat das Beste gemacht, was er konnte, und ich habe geschaut, dass ich bestmöglich die Tschechen im Hintergrund abwehren kann.»
Der 37-Jährige konnte somit einen erfolgreichen Schlusspunkt hinter seine erste volle Rennsaison seit langem setzen und sich voll im Eisspeedway-Sport zurückmelden. «Die Bronzemedaille bedeutet mir sehr viel, gerade mit dem ganzen Trubel um das deutsche Team im Vorfeld, und weil dadurch jeder so viel intensiver auf uns geschaut hat. Für mich persönlich hätte es nicht besser laufen können und ich hätte nicht unbedingt gedacht, dass wir aufs Podest kommen können», so Kirchner, der schon jetzt die nächste Saison im Blick hat. «Ich wollte zunächst nur wieder ein bisschen Eisspeedway fahren und mit dem Team Niedermaier gemeinsam Spaß haben – und dann lief es so gut. Das ist eine gute Basis für die kommende Saison und eröffnet mir Möglichkeiten im Hinblick auf Sponsoren und was die Startplätze für die Qualifikationen betrifft.»
Endstand Eisspeedway-Team-WM Heerenveen/NL:
Finnland
Schweden
Deutschland
Tschechien
Niederlande
Österreich
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