Bol d’Or: Frustration bei Yamaha Austria nach Ausfall
Die Saison 2016/17 begann für das Yamaha Austria Racing Team (YART) wie die vorangegangene geendet hatte. Auch beim Bol d’Or musste der Langstrecken-Weltmeister 2009 vorzeitig die Segel streichen.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Schon die Anfangsphase verlief für das Yamaha Austria Racing Team nicht so wie man es geplant hatte. Broc Parkes kämpfte zwar lange um die Führung, doch dem ehemaligen MotoGP-Ass ging der Treibstoff aus, weil das Tanklicht nicht ordnungsgemäß funktioniert hat. Der Australier musste die gesamte Boxengasse geschoben werden. Als sein Teamkollege Sheridan Morais wieder ins Rennen gehen konnte, war man bis an die 25. Stelle zurückgefallen.
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Parkes, Morais und Josh Hayes ließen sich von diesem anfänglichen Rückschlag nicht beeindrucken. Stunde um Stunde machte das flotte Trio Plätze gut und hatte nach acht Stunden bereits wieder die dritte Position inne und das, obwohl auch Morais einmal fast das Benzin ausgegangen war und er es mit dem letzten Tropfen Benzin zum Nachtanken an die Box geschafft hatte. Außerdem verlor man zweimal wertvolle Zeit bei den beiden Safety-Car-Phasen. Die Nachstunden verliefen hingegen ohne weitere Probleme. Parkes gelangen im Dunkeln sogar einige Runden unter zwei Minuten und war zu diesem Zeitpunkt der schnellste Fahrer auf der 5,791 Kilometer langen Strecke. Um 06.00 Uhr in der Früh hatte die Truppe um den steirischen Teamchef Mandy Kainz als Zweitplatzierter zwar sieben Runden Rückstand auf den Führenden Suzuki Endurance, aber bereits einen beruhigenden Vorsprung auf die ersten Verfolger Trick Star Racing und dem vierfachen Bol-d’Or-Sieger SRC Kawasaki.
Nicht einmal eine Stunde später war das Rennen für Yamaha Austria Racing allerdings auch schon wieder vorbei. Die Mechaniker-Crew versuchte zwar nochmals alles, das Motorrad wieder zum Leben zu erwecken, doch nach einer genauen Inspektion schlossen sich die Rollbalken hinter der Yamaha YZF-R1. "Motorschaden", war der knappe Kommentar von Kainz, der nach dem Ausfall beim Acht-Stunden-Rennen in Oschersleben innerhalb von drei Wochen die zweite herbe Enttäuschung wegzustecken hat.
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"Es ist schon frustrierend, wenn man wie im Vorjahr in aussichtsreicher Position das Rennen wegen eines technischen Defekts aufgeben muss. Bis zum nächsten Rennen haben wir jetzt fast ein halbes Jahr Zeit, um uns neu zu motivieren. Mit Marvin Fritz, dem ich auf diesem Weg zum Titel in der IDM Superbike gratulieren möchte, und Broc Parkes habe ich die Verträge für das kommende Jahr bereits fixiert. Bei der Wahl des dritten Fahrers werde ich mir die Situation nach diesem Wochenende genau anschauen und dann eine Entscheidung treffen", so der Teamchef abschließend.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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