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Nach 25 Jahren: Porsche fährt nochmals den LMP 2000
Im Jahre 2000 wollte Porsche mit einem offenen Prototypen zurück auf die Langstrecke. Doch dann wurde das Projekt überraschend eingestellt. Nun hat der damalige Pilot Allan McNish das Auto nochmals bewegen dürfen.
FIA WEC
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Im Jahre 1998 gab es noch keine FIA WEC: Eine Art Vorgänger war jedoch die FIA GT Championship. Dort fuhren Mercedes und Porsche um die Gesamtsiege - mit dem besseren Ende für die Marke mit dem Stern. Bei allen zehn Meisterschaftsläufen triumphierte der Mercedes CLK GTR (bzw. im Laufe der Saison der CLK LM). Der konkurrierende Porsche 911 GT1 '98 sah eigentlich kein Land gegen den Benz. Außer bei den 24h Le Mans: Dort siegten tatsächlich die Weissacher. (Beide Mercedes fielen aber auch schon recht früh im Rennen aus). Somit war bei Porsche seinerzeit klar, dass für die Zukunft ein neues Fahrzeugkonzept her musste, um weiteren Ruhm einfahren zu können.
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Nach Le Mans begann bei Porsche die Ideenfindung. "Zurück in Weissach überlegten wir, ob wir im Folgejahr erneut mit einem GT1 oder einem LMP an den Start gehen möchten", so Porsche-Legende Norbert Singer (damals Renningenieur). "Wir entschieden uns für einen 10-Zylinder-Saugmotor anstelle eines Turbomotors und für ein offenes Fahrzeug, das aus aerodynamischen Gründen von Haus aus mehr Abtrieb ermöglicht." Dazu kam außerdem die Entscheidung, die Saison 1999 auszulassen und erst im Jahre 2000 mit dem neuen LMP aufzulaufen. Alles lief zunächst nach Plan. Doch dann der Schock: Im August 1999 wurde das Projekt gestoppt - wie Porsche erklärt aus finanziellen Gründen. Tatsächlich gibt es hierzu aber auch andere Theorien. Seit 1999 war beispielsweise auch Audi in Le Mans unterwegs. Sollte Porsche eventuell zurückstehen, um den Ingolstädtern in Le Mans freien Lauf zu lassen? Wie dem auch sei: Der damalige Vorstandsvorsitzende Wendelin Wiedeking genehmigte jedenfalls noch die Fertigstellung des Prototypen und ließ den LMP 2000 zum Roll-out antreten. "Der Roll-out war sozusagen Begrüßung und Verabschiedung zugleich. Wir waren voller Freude - aber auch Wehmut", blickt Singer zurück. Somit hatte der Porsche LMP 2000 final nur 78 Kilometer auf den Tacho bekommen. Am Steuer saßen damals Allan McNish und der 2001 verstorbene Bob Wollek. Dann verschwand das Auto in irgendeiner schwäbischen Halle - jedoch nicht aus den Köpfen: Denn bei Porsche Heritage/Museum reifte zuletzt die Idee, den LMP 2000 wieder aufzubauen. Mit Erfolg - und so durfte der LMP 2000 im Herbst 2024 nach genau 25 Jahren nochmals in Weissach Runden drehen.
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Tatsächlich hat Porsche dazu auch Allan McNish aus Steuer gesetzt. "Fantastisch! Es fühlt sich an, als wäre ich gerade 25 Jahre zurückgereist", so der Schotte, als er seine Testrunden im LMP 2000 beendet hatte. "Das Lächeln in den Gesichtern der Anwesenden hier ist ebenso eindrucksvoll wie der Sound des Motors auf der langen Geraden, der sich geradezu hinter einem aufbaut."
Wie schon gesagt, handelte es sich um einen Saugmotor. Als Hubraum für das V10-Aggregat wählten die Ingenieure 5.5 Liter (zunächst waren 5.0 Liter angedacht). Die Leistung lag bei mehr als 600 PS. Der Motor hatte seine Basis in einem geheimen Formel-1-Projekt. Es wird spannend zu beobachten sein, ob der LMP 2000 nun öfter zu sehen sein wird. Einen Platz in den Geschichtsbüchern hat das Auto jedenfalls - und das, ohne jemals ein Rennen gefahren zu sein.
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