Andrea Stella: «Norris Champion heute, Piastri Champion morgen»
McLaren hat den ersten Weltmeister seit Lewis Hamilton 2008. Teamchef Andrea Stella hat mit dem Traditions-Team die perfekte Saison gezeigt – bestes Auto, Konstrukteurs-Weltmeister, Fahrer-Titel.
Dieser 7. Dezember gehört Lando Norris: Der 26-Jährige aus Bristol ist der achte Fahrer, der mit McLaren Formel-1-Weltmeister geworden ist – nach Emerson Fittipaldi (1974), James Hunt (1976), Niki Lauda (1984), Alain Prost (1986/1989), Ayrton Senna (1988/1990/1991), Mika Häkkinen (1998/1999) und Lewis Hamilton (2008).
Dieser Abend gehört aber auch einem Mann, der nicht gerne im Mittelpunkt steht: Andrea Stella, seit Januar 2023 Teamchef von McLaren.
Der 54-jährige Italiener schloss seinen Weltmeister in der Nacht von Abu Dhabi herzhaft in die Arme, er schämte sich einiger Tränchen nicht. Dann erzählte Stella: «Ich platzte fast vor Stolz auf unsere Mannschaft. Wir haben einen fabelhaften Sonntag gezeigt und das bestmögliche Rennen gegen Max. Ich werde mich mein Leben lang an diesen Abend erinnern.»
«Für mich persönlich ist das auch deshalb sehr schön, weil ich 2010 hier in Abu Dhabi mit Ferrari knapp am Titel vorbeigerasselt bin. Deshalb wusste ich vor dem Rennen ¬– das kann so ausgehen oder so.»
«Wir haben uns zwischendurch ein wenig selber das Leben schwer gemacht, umso grösser ist jetzt die Erleichterung, dass wir nach dem Konstrukteurs-Weltmeistertitel jetzt auch die Fahrer-WM mit Lando im Trockenen haben.»
«Der Druck war enorm. Wir hatten es uns zur Aufgabe gemacht, dass beide Fahrer eine faire Chance auf den Titel erhalten. Das hat die Lage gewiss nicht vereinfacht. Wir haben versucht, das auf typische McLaren-Weise zu handhaben. Und ich glaube, wir haben das geschafft.»
«Wir haben vor dem Wochenende hier sehr intensive Gespräche darüber geführt, wie wir am besten vorgehen wollen. Wir waren der Ansicht, dass der harte Reifen im Grand Prix wohl die besser Wahl sein würde, daher haben wir die Strategie geteilt – Lando ging mit mittelharten Walzen ins Rennen, Piastri mit den harten. Da ging es nicht darum, den Grand Prix zu steuern, sondern alle Lösungswege offen zu halten.»
«Dieses schöne Ende der Saison versöhnt auch dafür, was in Las Vegas und Katar passiert ist. Ganz ehrlich – da gab es schon Schmerz und Enttäuschung. Aber auch mit solchen Gefühlen muss man umgehen können. Und es macht mir Freude zu sehen, wie wir als Mannschaft auf diese Widrigkeiten reagiert haben.»
«Wir sind zusammengestanden, wir haben uns nicht aus der Ruhe bringen lassen, es gab keine Schuldzuweisungen.»
«Der Abstand zwischen Lando und Oscar in diesem Jahr war meistens sehr gering. Wir haben heute einen Weltmeister Norris, ich hoffe, wir haben in den kommenden Jahren einen Weltmeister Piastri.»
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