Beat Zehnder verlässt Audi: Herzliche Abschiedsworte nach 39 Dienstjahren
Am Freitag bestätigte Audi, dass Beat Zehnder den Formel-1-Rennstall aus Hinwil nach 39 Jahren verlassen wird. In den sozialen Medien hat sich der Schweizer nun mit herzlichen Worten verabschiedet.
Dass Beat Zehnder das Audi-Werksteam verlassen wird, berührt das ganze Formel-1-Fahrerlager. Schliesslich war der Schweizer seit dem Formel-1-Eintritt von Sauber ein fester Bestandteil des Teams – erst als Mechaniker, später als Chefmechaniker, dann Teammanager und zum Schluss als Verantwortlicher des Heritage-Programms des Teams.
Nun verlässt der 60-Jährige den Rennstall aus Hinwil, der seit diesem Jahr als Audi-Werksteam in der Königsklasse antritt. Offiziell geht er zum Jahresende, seinen letzten Arbeitstag hat er aber schon hinter sich, wie er in den sozialen Medien verrät. In einer herzlichen Mitteilung verabschiedet sich Zehnder öffentlich von einer Mannschaft, der er 39 Jahre lang treue Dienste geleistet hat.
«Heute ist mein letzter offizieller Tag bei Audi Motorsport AG, ehemals Sauber Motorsport AG. Als ich 1988 begann, mit Sauber, Konnte ich mir nicht vorstellen, wohin mich diese Reise führen würde. Damals waren wir ein kleines, leidenschaftliches und sehr ambitioniertes Team mit grossen Träumen», erinnert sich der ehemalige Mechaniker.
«Von März 1988 bis Mai 2025 hatte ich das Privileg, bei jedem einzelnen WM-Rennen für unser Team dabei zu sein: 36 Sportwagen-WM-Rennen und 601 aufeinanderfolgende Formel-1-Rennen. Auf dem Weg feierte wir zwei WM-Titel in der Sportwagen-WM in der Fahrer- und Teamwertung, einen Doppelsieg bei den 24h von Le Mans und den zweiten Platz in der Formel-1-WM», zählt Zehnder daraufhin stolz auf. «Ich habe miterlebt, wie unser Team gewachsten, geschrumpft und wieder gewachsen ist. Wie es gekämpft, sich schwer getan und gefeiert hat, und ich habe den Wandel miterlebt zu dem, was es heute ist, das Formel-1-Team von Audi.»
Beat Zehnder: Menschen bleiben in Erinnerung
«Nicht die Autos, die Strecken oder Ergebnisse werden mir in erster Erinnerung bleiben, sondern die Leute. An die Mechaniker, die Nachtschichten eingelegt haben, um die Autos auf Vordermann zu bringen, die Ingenieure, die nie aufgegeben haben, egal, welche Probleme sie lösen mussten, und all die Menschen hinter den Kulissen, deren Arbeit keiner sieht aber auf die sich jeder verlässt», schreibt der langjährige Sauber-Teammanager. Er weiss: «Die Geschichten und die Gesichte dieses Teams sind ein einmaliges Erbe. Ich hoffe, dass man ihnen immer den Respekt entgegenbringen wird, den sie verdienen, denn sie erinnern uns daran, woher wir kommen.»
Zum Schluss bedankt sich Zehnder auch bei Team-Gründer Peter Sauber, der ihm 1988 die Chance gab, ein Teil der Motorsport-Welt zu werden: «Mein grösster und aufrichtiger Dank gilt Peter Sauber, der mir die Gelegenheit gab, zu wachsen und ein Racer zu werden. Ich werde immer stolz darauf sein, Teil dieser Familie zu sein.»
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