Nachfolger für den Vizemeister gefunden: Kawasaki-Team holt Aprilia-Talent
Für den Gewinn der Sportbike-WM 2026 mit David Salvador hat es für ProDina knapp nicht gereicht. Das Kawasaki-Team hat einen starken Nachfolger für den scheidenden Vizeweltmeister gefunden.
ProDina war eines der erfolgreichsten Teams in der abgeschafften Supersport-WM 300 und etablierte sich auch in der neuen Sportbike-WM an der Spitze. Mit David Salvador führte das Kawasaki-Team lange die Gesamtwertung an, musste sich
Während Salvador bekanntlich ins Kawasaki-Werksteam in die Supersport-WM 2027 aufsteigt, bleibt Torres an Bord und erhält einen neuen Teamkollegen. Dafür schaute Prodina-Teammanager Riccardo Drisaldi in die italienische Serie und verpflichtete Filippo Bianchi. Der bald 22-Jährige dominierte die nationale Sportbike-Serie mit acht Siegen und zehn Podestplätzen aus 13 Rennen – aber mit einer Aprilia RS660.
Wem der Name Bianchi bekannt vorkommt: Der aus Pisa stammende Italiener absolvierte beim Meeting in Misano einen Gaststart und fuhr im ersten Lauf als Zweiter auf das Podium. Im zweiten Lauf legte Bianchi einen vierten Platz nach und war damit der beste Aprilia-Pilot.
«Zunächst einmal möchte ich dem Team für die Chance danken», freute sich Bianchi auf seinen WM‑Aufstieg. «Für mich ist es die Erfüllung eines Traums, den ich schon seit meiner Kindheit habe. Ich wollte schon immer an einer Weltmeisterschaft teilnehmen, und bis jetzt war es mir nicht gelungen, diesen Traum zu verwirklichen. 2027 wird meine Debütsaison sein, daher muss ich mich an neue Strecken gewöhnen und mich mit einem neuen Motorrad vertraut machen. Ich weiß, dass es nicht einfach werden wird, aber mein Ziel ist es, mich so schnell wie möglich zu verbessern, konkurrenzfähig zu sein und in den Rennen um die vorderen Plätze mitzukämpfen.»
Mit der Saisonvorbereitung beginnt Bianchi am kommenden Wochenende beim Saisonfinale der spanischen Sportbike-Serie in Jerez.
«Für mich ist das ein wichtiger Schritt, denn ich beginne nun konkret mit dem Team zusammenzuarbeiten, und werde das neue Motorrad, die ZX-6R 636, mit jeder Session besser kennenlernen», erklärte der Kawasaki-Pilot. «Die vier freien Trainings sind entscheidend, um Informationen zu sammeln, das Fahrverhalten des Motorrads zu verstehen und gemeinsam mit den Technikern erste Lösungen zu finden. Natürlich möchte ich konkurrenzfähig sein, aber in dieser Phase ist es besonders wichtig, gut zusammenzuarbeiten, mich stetig zu verbessern und eine solide Beziehung zum Team aufzubauen.»
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