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Belgien-GP: Hamilton/Alonso – Start aus Boxengasse

​Sonntag, 27. Juli: Es hatte in den Ardennen geschüttet, das Formel-3-Rennen fiel aus. Wie die F1 vorgeht, wenn das Wetter verrückt spielt und wieso Lewis Hamilton und Fernando Alonso aus der Boxengasse starten.

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Viele Formel-1-Fans kamen am Sonntagmorgen bei strömendem Regen zum Circuit de Spa-Francorchamps, die meisten von ihnen verpassten die paar Runden, welche die Formel-3-Autos hinter dem Safety-Car drehten. Dann rote Flagge, kein F3-Rennen.

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Vor dem Formel-2-Lauf hörten die Niederschläge auf, die Piloten gingen hinter dem Safety-Car ins Rennen, auf sehr nasser Bahn, während die 22 Fahrer kreisten, begann es wieder zu regnen, die Rennleitung entschied sich für einen rollenden Start. Danach Regen unterschiedlicher Intensität. Auch das Rennen zum Porsche-Supercup begann mit Runden hinter dem Safety-Car.

Kurz nach Mittag begann es wieder zu schütten ...

Einige Formel-1-Rennställe haben auf enttäuschende Quali-Ergebnisse und Wetter-Kapriolen reagiert: Ferrari-Star Lewis Hamilton, Weltmeister Fernando Alonso (Aston Martin) und Mercedes-Teenager Kimi Antonelli werden aus der Boxengasse losfahren, ebenso Williams-Fahrer Carlos Sainz.

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Grund: Am Ferrari von Hamilton ist mit einer Änderung der Aufhängung die Abstimmung verfeinert worden, und Antonelli hat am Mercedes einen anderen Heckflügel erhalten, der ihm dank mehr Abtrieb Vertrauen schenken soll. Zudem haben Hamilton, Antonelli sowie Aston Martin-Pilot Fernando Alonso neue Motorenteile erhalten. Eine damit verbundene Rückversetzung wird mit dem Start aus der Boxengasse hinfällig. Bei Sainz wurde die Abstimmung im Hinblick auf ein Regenrennen umgekrempelt.

Viele GP-Besucher in Belgien spüren ein kraftvolles Déjà-vu – weil es am 29. August 2021 hier nur ein paar Runden hinter dem Safety-Car zu sehen gab, dann musste abgebrochen werden, und das war’s dann mit der Formel-1-Action.

F1-Anhänger wunderten sich damals über die Entscheidung der Formel 1, für einen WM-Lauf, der offiziell nur drei Minuten und 27 Sekunden gedauert hat, Punkte zu vergeben; genauer: halbe Punkte, was zum sechsten Mal in der Geschichte der Formel 1 passierte und zum ersten Mal seit Malaysia 2009.

Fast dreissig Jahre lang hielt der Australien-GP von 1991 das Prädikat "kürzester WM-Lauf", mit 24 Minuten und 25 Sekunden oder 14 Runden. Nach zahlreichen Unfällen hatte die Rennleitung damals im sintflutartigen Regen ein Einsehen und brach die sinnlose Übung ab.

In Belgien 2021 wurde nach drei Runden aufgehört, in den Regularien war damals vorgesehen, dass bei einem Abbruch die vorletzte Runde gewertet werden muss, das wäre also Stand nach einer Runde oder nach einer Rennzeit von 3 Minuten und 27,071

Sekunden.

Im Winter 2021/2022 reagierte die FIA: Punkte gibt es seither nur noch, wenn mindestens zwei Runden ohne das Safety-Car oder seine virtuelle Variante absolviert wurden.

Auch die Regel mit den halben Punkten wurde verändert. Stattdessen gibt es jetzt einen neuen Verteilschlüssel, nach dem Punkte bei einem Rennabbruch vergeben werden.

Und der geht so: Sind weniger als 25 Prozent der Renndistanz absolviert (hier in Belgien 11 Runden), bekommen nur die ersten Fünf des Rennens Punkte, und zwar nach dem Schema 6-4-3-2-1.

Bei mehr als 25, aber weniger als 50 Prozent Renndistanz (12 bis 22 Runden) wird die Wertung auf neun Fahrer ausgeweitet. Das Schema lautet dann 13-10-8-6-5-4-3-2-1.

Die dritte Abstufung erfolgt bei mehr als 50, aber weniger als 75 Prozent der geplanten Distanz (23 bis 33 Runden), wenn die Top 10 mit folgenden Punkten bedacht werden: 19-14-12-9-8-6-5-3-2-1. Ab einer Renndistanz von 75 Prozent gibt es die vollen Punkte.

Zur Mittagszeit wurde es hier am Circuit de Spa-Francorchamps zum Glück freundlicher, aber das kann sich schnell ändern, wie wir aus Erfahrung wissen.

Sollten sich die Niederschläge über der belgischen Traditionsrennstrecke wieder verstärken und die Verhältnisse fragwürdig sein, wird die Formel 1 wie gewohnt vorgehen: Bernd Mayländer wird zunächst mit dem Safety-Car auf die Bahn gehen, um die Situation auszuloten.

Bei grenzwertigen Verhältnissen wird der Start entweder schrittweise verschoben, oder das Feld geht hinter dem Führungswagen auf die Bahn, in der Hoffnung, dass sich die Verhältnisse verbessern oder die Reifen der 20 Autos entscheidend Wasser verdrängen.

Oft bleibt hier in Belgien die Gischt gemein in den Bäumen hängen, Aquaplaning ist die eine Gefahr, die mangelnde Sicht eine mindestens so gravierende.

Und dann haben wir noch das Problem, das bei übler Sicht der Rettungs-Heli oft nicht fliegen kann, und ohne Rettungs-Heli gibt es auch kein Rennen.

Nicht vergessen: Mit Start des Rennens (geplant: 15.00 Uhr) beginnt eine imaginäre Uhr zu laufen, über 180 Minuten. Die Uhr läuft auch weiter, sollte das Rennen abgebrochen werden müssen. Nach drei Stunden ist Schluss, Unterbrechungen oder absolvierte Distanz hin oder her.

Hintergrund: Die Formel 1 will ein Marathon-Rennen wie in Kanada 2011 verhindern, das letztlich mehr als vier Stunden dauerte, wegen verschiedener Unterbrechungen.

Startaufstellung, Belgien

01. Lando Norris (GB), McLaren

02. Oscar Piastri (AUS), McLaren

03. Charles Leclerc (MC), Ferrari

04. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing

05. Alex Albon (T), Williams

06. George Russell (GB), Mercedes

07. Yuki Tsunoda (J), Red Bull Racing

08. Isack Hadjar (F), Racing Bulls

09. Liam Lawson (NZ), Racing Bulls

10. Gabriel Bortoleto (BR), Sauber

11. Esteban Ocon (F), Haas

12. Oliver Bearman (GB), Haas

13. Pierre Gasly (F), Alpine

14. Nico Hülkenberg (D), Sauber

15. Franco Colapinto (RA), Alpine

16. Lance Stroll (CDN), Aston Martin

Start aus der Boxengasse

Carlos Sainz (E), Williams

Lewis Hamilton (GB), Ferrari

Kimi Antonelli (I), Mercedes

Fernando Alonso (E), Aston Martin

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