Sprung ins kalte Wasser: Dixon-Ersatz Yuki Kunii (Honda) überwältigt
Ohne vorherigen Test darf man von Yuki Kunii bei seinem WM-Debüt auf der Honda im Superbike-Trimm keine Wunder erwarten. Der Japaner absolvierte auf dem Balaton Circuit einen fehlerfreien Freitag.
Yuki Kunii wird von Honda auf größere Aufgaben vorbereitet. Nach bescheidenen Jahren in der Moto3-WM wurde der erst 23-Jährige in der japanischen und asiatischen Meisterschaft untergebracht. 2024 gewann der Japaner die Stock-1000-Meisterschaft sowie die Superbike-Kategorie der Asian-Road-Racing Championship. Nach einem weiteren Versuch im GP-Paddock in der Moto2 startet er in diesem Jahr in japanischen Superbike-Serie im Top-Team Harc-Pro und etablierte sich als potenzieller Top-3-Pilot.
Dass Kunii beim Superbike-Meeting auf dem Balaton Park Circuit den verletzten Jake Dixon ersetzt, hat er aber einem anderen Umstand zu verdanken: Edeltester Jonathan Rea, der in Portimão und Assen für den Engländer einsprang, absolviert in diesen Tagen in Japan einen Test für das Suzuka 8h.
Dass der Sprung in die Superbike-WM ohne vorherigen Test kein Selbstgänger ist, war Kunii und allen Verantwortlichen bewusst, auch wenn er über Erfahrung mit der Fireblade und mit Pirelli-Reifen sowie über Streckenkenntnisse auf der ungarischen Piste verfügt.
Superbike-WM-Debüt ein unglaubliches Erlebnis.Yuki Kunii
Auf seiner persönlich schnellsten Runde in 1:42,121 min büßte der Honda-Pilot 3,2 sec auf die Tagesbestzeit von Iker Lecuona (Ducati) und eine Sekunde auf den vorletzten Mattia Rato (Yamaha) ein. «Wir haben den ersten Tag reibungslos und ohne Probleme hinter uns gebracht, sowohl auf der Strecke als auch mit dem Motorrad», betonte Kunii die Zielsetzung für die freien Trainings. «Für mich als Fahrer war dieses Superbike-WM-Debüt ein unglaubliches Erlebnis. Die Honda im WM-Trimm unterscheidet sich deutlich von dem, was ich aus Japan gewohnt bin. In der Anfangsphase habe ich versucht, alles zu überprüfen – meine Sitzposition und das allgemeine Fahrgefühl. Es stimmt zwar, dass ich letztes Jahr in der Moto2 mit Pirelli-Reifen gefahren bin, aber bei einer so anderen Maschine ändert sich auch das Gefühl erheblich.»
Kunii geht das Rennwochenende selbstbewusst an. «Ich habe mich nach und nach immer besser gefühlt, auch wenn der Abstand zur Spitze noch groß ist. Das Team arbeitet gut, und wir entwickeln uns positiv, auch wenn es noch Bereiche gibt, in denen wir uns verbessern können», weiß der Japaner. «Es bleibt nicht mehr viel Zeit bis zur Superpole und dem ersten Rennen am Samstag, aber das Selbstvertrauen wächst und die Motivation ist hoch. Ich werde mein Bestes geben.»
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