Das würde nicht funktionieren: Weshalb Montella Alvaro Bautista ausblendet
In den ersten beiden Saisonevents hat Yari Montella seinem Teamkollegen Alvaro Bautista im Team Barni Spark Ducati die Show gestohlen. Würde das Duo nicht so oft stürzen, könnte es viel erreichen.
In seiner ersten Superbike-Saison ließ Yari Montella, 2024 Dritter der Supersport-WM, immer wieder sein Talent aufblitzen und schaffte es mit dem Team Barni Spark Ducati neunmal in die Top-10. Wegen seiner hohen Fehlerquote sah der inzwischen 26-Jährige aber auch zwölfmal keine Zielflagge und wurde deshalb nur WM-18.
In Australien zeigte Montella zum Saisonstart hohen Speed, qualifizierte sich als Zweiter und eroberte im ersten Rennen hinter dem überragenden Nicolo Bulega (Aruba.it Ducati) als Zweiter seinen ersten Podestplatz in der höchsten SBK-Kategorie. Mit Platz 4 im Sprint konnte Yari ebenfalls überzeugen; im zweiten Hauptrennen verfiel er in alte Muster und stürzte auf Position 2 liegend.
Beim Europa-Auftakt in Portimao schaffte es Montella als Dritter wieder in die erste Startreihe, im ersten Lauf stürzte er erneut auf Platz 2. Den Sprint beendet er als Sechster, im zweiten Hauptrennen folgte ein weiterer Sturz, dieses Mal als Fünfter. Würde der Italiener nicht so oft der Erdanziehungskraft nachgeben, läge er in der Weltmeisterschaft deutlich weiter vorne als auf Position 9 – mit potenziell 51 Punkten mehr wäre er Gesamtzweiter!
Yari Montella ist bei den großen Jungs angekommen
Montella selbst meint, dass er bei den großen Jungs angekommen ist. Er schränkte im Gespräch mit SPEEDWEEK.com aber auch ein: «Phillip Island ist eine Strecke, die ich mag und die Ducati funktioniert dort sehr gut. Portimao mag ich auch, dort gewann ich in der Supersport-WM zwei Rennen. Ich bin dabei, wir müssen aber weiterarbeiten. Wir sind schneller geworden, mein Fokus liegt deshalb auf den Top-5.»
Im Vorjahr hatte Montella Danilo Petrucci als Teamkollege, nach dessen Wechsel ins BMW-Werksteam dockte Alvaro Bautista bei Barni an. Damit hat Barni Racing jene zwei Fahrer unter Vertrag, die 2025 die Sturzstatistik anführten.
Andere Arbeitsweise als Alvaro Bautista
Montella versucht sich zunehmend zu emanzipieren und nicht zu sehr darauf zu achten, was Bautista macht. «Ich muss auf mich selbst schauen, um zu verstehen, was ich brauche für mein Bike», erklärte der Mann aus der Region Kompanien in Südwestitalien. «Wir sind im gleichen Team, haben aber verschiedene Arbeitsweisen. Ich habe Zugriff auf seine Daten, weiß aber nicht, woran das Team genau für ihn arbeitet.»
Hinzu kommt: «Wir haben ein neues Motorrad und kaum Daten dafür. Klar ist das eine Ducati, aber eine andere, die unterschiedlich funktioniert. Wir brauchen mehr Zeit, um alles über dieses neue Bike herauszufinden – die Abstimmung ist anders als letztes Jahr.»
Nach den ersten sechs Saisonrennen führt Bulega die Weltmeisterschaft mit maximalen 124 Punkten an, er ist saisonübergreifend seit zehn Rennen ungeschlagen. Montella ist mit 30 Punkten Neunter – und hat damit drei Zähler mehr auf dem Konto als der direkt hinter ihm platzierte Bautista.
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach