Honda RC213V zu sturzanfällig: Luca Marini stützt die These von Joan Mir
Honda macht bei der RC213V weitere Fortschritte, doch Luca Marini sieht genau wie Teamkollege Joan Mir eine klare Schwächen: Der Grenzbereich am Kurveneingang ist kritisch, Stürze sind die Folge.
Im Winter hat Honda bei der RC213V weitere Fortschritte erzielt. Das spiegelt sich auch in den Rennverläufen wider: Joan Mir mischte beim zurückliegenden Rennwochenende in Austin im vorderen Feld mit und hatte die Chance auf Top-5-Ergebnisse. Doch
Nach seinen beiden Stürzen in Austin machte der Weltmeister von 2020 vor allem das kritische Fahrverhalten der Honda am Kurveneingang für die Probleme verantwortlich. Eine Einschätzung, die Teamkollege Luca Marini bestätigt.
2026er-Honda: Abstimmung verbessert, aber Grenzbereich zu schmal
Grundsätzlich sieht der Italiener das aktuelle Paket bereits als ausgereizt an und erwartet, dass Honda weitere Upgrades bringt, bevor der volle Fokus auf das 850er-Projekt gelenkt wird. Laut Marini stimmt die Basis-Abstimmung der Honda, was vor allem auf die produktiven Tests im Winter zurückzuführen ist.
«Beim Setup haben wir in diesem Winter fantastische Arbeit geleistet. Ich habe sehr gut mit meinem Team gearbeitet, sie haben großartig auf mein Feedback gehört, und ich denke, wir haben eine sehr gute Basis, aber wir brauchen größere Veränderungen», so Marini.
Das Team arbeitet kontinuierlich an Detailverbesserungen von Rennwochenende zu Rennwochenende: «Wir versuchen, bei jedem Rennen das bestmögliche Setup zu erreichen, denn die Strecken unterscheiden sich stark voneinander. Dabei gehen wir aber immer von meiner Basis aus, die sehr gut ist.»
Ein zentraler Schwachpunkt bleibt dabei der Kurveneingang – genau jener Bereich, den auch Mir kritisiert hatte. Marini erklärt: «Sicher haben wir einige Ideen. Uns ist bewusst, dass wir uns am Kurveneingang verbessern müssen. Wir müssen versuchen, in dieser Phase ein besseres Einlenken zu erreichen, etwas mehr Stabilität zu bekommen, damit die Fahrer aggressiver fahren können und weniger am Limit sind. Das ist im Moment die Hauptpriorität. Und natürlich suchen wir immer nach mehr Grip am Hinterrad.»
Weniger Freiheiten bei der Aerodynamik nach Aufstieg in Gruppe C
Neben mechanischen und fahrdynamischen Themen sieht der 28-Jährige auch in der Aerodynamik weiteres Potenzial – allerdings mit Einschränkungen durch das aktuelle Reglement, denn im vergangenen Jahr war Honda so erfolgreich, dass man die Concession-Gruppe D verlassen musste. Deshalb gibt es in der laufenden Saison weniger Freiheiten in Sachen Aero-Updates.
«Ehrlich gesagt gibt es bei der Aerodynamik noch viel Spielraum für Verbesserungen an unserem Motorrad, aber ich weiß, dass wir ohne die Zugeständnisse in diesem Jahr bereits alles festgelegt haben. Das ist also etwas, worüber Honda eher langfristig nachdenken muss, und ich rate ihnen einfach, alle kleinen aerodynamischen Details auszuprobieren, die sie auch schon für das 27er-Projekt in diesem Jahr bringen können, weil wir vielleicht sogar dieses Jahr noch einen Vorteil daraus ziehen können», erklärte Marini im Rahmen des US-Grand-Prix in Austin.
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach