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Ohne 100 Kommentare: Jonathan Rea sucht für Honda den Stein der Weisen

Nach den ersten sechs Läufen der Superbike-WM 2026 ist ein elfter Platz Hondas bestes Ergebnis. Auch Jonathan Rea kann keine Wunder wirken – «wir werden sehr viel testen», sagt der Nordire.

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«Wir haben viel Arbeit vor uns.» Ein kurzer Satz von Rekordchampion Jonathan Rea, der die Misere des größten Motorradherstellers Honda auf den Punkt bringt. Die Tatsachen: Honda hat seit Nicky Hayden im Regenchaos von Sepang 2016 nicht mehr gewonnen; den letzten Sieg im Trockenen eroberte Jonathan Rea 2014 in Imola. Und Superbike-Weltmeister war Honda letztmals 2007 mit James Toseland, als sich noch die Tuningexperten Ten Kate Racing aus den Niederlanden um das Werksteam kümmerten.

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Nach der Saison 2025 trennte sich die Honda Racing Corporation von beiden Fahrern, Iker Lecuona und Xavier Vierge kamen in den erfolgreicheren Werksteams von Ducati und Yamaha unter. Mit Somkiat Chantra und Jake Dixon wurden zwei Superbike-Rookies verpflichtet, die aber über eine bessere Moto2-Vita verfügen als ihre spanischen Vorgänger.

Katastrophaler Saisonstart für Honda

Der Saisonstart kann nur als katastrophal bezeichnet werden: Chantra brach sich in der Saisonvorbereitung bei einem Sturz in Sepang beide Arme, Teamkollege Jake Dixon demolierte während der Tests auf Phillip Island mehrere Knochen in der linken Hand. Deshalb rückten in Australien Ende Februar die Honda-Testfahrer Tetsuta Nagashima und Ryan Vickers als Ersatz aus. Beim Europa-Auftakt in Portimao Ende März war Chantra halb fit zurück, statt dem rekonvaleszenten Dixon fuhr Edeltester Johnny Rea.

Für das beste Ergebnis in der laufenden Saison sorgte Nagashima bei Mischverhältnissen im zweiten Hauptrennen auf Phillip Island mit Platz 11. Im Trockenen kam Rea im zweiten Lauf in Portimao als Zwölfter ins Ziel.

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«Einige Bereiche des Motorrads können wir verbessern – wir haben eine Liste und arbeiten diese ab», schilderte Rea. «Wir lernen mit jeder Runde dazu, was uns neue Richtungen eröffnet.»

Jake Dixon redet von Siegen für Honda

Jake Dixon sagte vor der Saison, dass er mit diesem Motorrad dieses Jahr Rennen gewinnen kann. Stimmt Rea dem zu? «Man muss sich Ziele setzen, das ist wichtig», betonte der 119-fache Laufsieger. «Jake Dixon hat Ambitionen, das Projekt ist ambitioniert. Wir müssen die Basis des Bikes für ihn verbessern, was nur mit Testfahrten gelingt. Das ist meine Aufgabe, das Testteam hat für dieses Jahr viele Tage angesetzt. Im Vorjahr kämpften Iker und Xavi in einigen Rennen nahe an den Podiumsrängen. Das Potenzial ist vorhanden, Jake hat ebenfalls viel Potenzial. Also warum nicht? Aber ein Rennen gewinnen? Warten wir es ab.»

Rea betont, dass es nicht einen Bereich gibt, den es zu verbessern gilt und dann sind alle Probleme von Honda gelöst – die Aufgaben sind wesentlich komplexer. Dixon ortet viel Verbesserungspotenzial bei der Funktionsweise der Elektronik.

Manchmal ist es bei der Elektronik so, als würde man mit verbundenen Augen Dart spielen.

jonathan rea

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«2026 hat die Elektronik großen Einfluss auf das Motorrad», bestätigte Rea. «Bei den Superbikes, in der MotoGP, überall – wir arbeiten ununterbrochen daran. Es ist wichtig, dass die Elektroniker damit eine Punktlandung hinbekommen. Manchmal ist es bei der Elektronik so, als würde man mit verbundenen Augen Dart spielen. Mein Job ist, den Elektronikern bestmögliche Infos zu liefern, damit sie diese kanalisieren können. Das Wichtigste ist, die richtigen Informationen herauszuziehen und auf diese zu reagieren. Im Rennsport kann man sich leicht verirren. Manchmal ist es leichter, eine gewisse Richtung einzuschlagen – dann braucht es einen intelligenten Menschen, der dich zurück auf den richtigen Weg bringt. So ging es mir im Rennsport viele Jahre, ich kenne diese Erfahrung. Ich gehöre nicht zu den Fahrern, die an die Box kommen und 100 Kommentare abgeben. Ich versuche mich auf die Prioritäten zu konzentrieren, die wir angehen können, um beim nächsten Rausfahren ein bisschen schneller zu sein.»

In den ersten sechs Rennen der Saison 2026 hat Honda mickrige elf WM-Punkte zusammengeklaubt und liegt damit in der Konstrukteurs-WM unter sechs Herstellern abgeschlagen auf dem letzten Platz. Ducati führt mit maximalen 124 Zählern.

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