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Colin Kolles: Vettel hat keine Lust, sich das anzutun

Derr frühere Formel-1-Teamchef Colin Kolles rechnet im AvD Motor & Sport Magazin mit Aston Martin ab. Dabei wagt er in Bezug auf Sebastian Vettel eine sehr steile These.

Formel 1

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Für Aston Martin war auch in Saudi-Arabien nichts zu holen. Sowohl Lance Stroll als auch Sebastian Vettels Ersatz Nico Hülkenberg gingen leer aus und waren unter dem Strich chancenlos.

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Zuletzt hatte bereits Ex-Formel-1-Fahrer Ralf Schumacher mit Aston Martin abgerechnet, jetzt legte Colin Kolles nach. "Das wird nichts mehr. Man hat einen Teambesitzer, der meint, dass er Teamchef ist. Er weiß alles besser und will mit aller Gewalt seinen Sohn vorne platzieren. Das ist für mich der völlig falsche Ansatz", sagte der frühere Formel-1-Teamchef Kolles im AvD Motor & Sport Magazin auf Sport1.

Es ist klar, wen Kolles meint: Milliardär Lawrence Stroll, der bei seinem Rennstall das Geld verbrennt, wie Kolles veranschaulicht. "Wenn du eine Million jeglicher Währung nimmst und die in ein Feuer schmeißt, wird das Geld genauso schnell verbrennen, wie in der Formel 1, wenn du nicht weißt, was du tust. Und das ist der Fall, der bei Aston Martin passiert", sagte Kolles.

Aston Martin hat ehrgeizige Pläne, bis 2025 soll das Team um den Titel fahren. Die aktuelle Situation ist im Vergleich zum Vorjahr allerdings sogar ein Rückschritt.

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Nachdem das Vorgängerteam Racing Point 2020 mit dem an den Mercedes angelehnten Auto eine erfolgreiche Saison hingelegt hat, wurde laut Kolles der falsche Weg eingeschlagen.

"Alles schien okay, bis man genauer hingeschaut hat und gesagt hat, dass das so nicht geht. Also musste man alles neu machen. Es wurde die falsche Entscheidung getroffen. So wurde die Entwicklung im eignen Haus entmachtet. Ich will nicht von ‚Enteierung‘ sprechen, aber im Grunde genommen war es so", sagte Kolles: "Die Stimmung im Team ist ganz schlecht, wenn du von woanders Teile nimmst. Weil dann weiß man, dass der Besitzer einem nicht vertraut."

Und Sebastian Vettel? Der Deutsche fehlte beim Doppelpack zum Auftakt wegen einer Corona-Erkrankung. "Ich glaube, dass er gar nicht fahren will. Er hat einfach keine Lust, sich das anzutun. Das ist zwar sicher eine sehr gewagte These, aber ich bin mir sicher, dass er sich sehr viele Gedanken macht, ob er sich das noch antut", sagte Kolles.

In der Tat ist es eine sehr steile These. Vettel hatte im Vorfeld der Saison betont, dass er Fortschritte erkennen, immer ein Licht am Ende des Tunnels sehen müsse. "Erst wenn ich mir die Frage stellen muss, ob sich der ganze Aufwand noch lohnt, ob das Ganze noch Sinn für mich ergibt, denkt man übers Aufhören nach", hatte er bei Sport1 gesagt. Sein Vertrag bei Aston Martin läuft nach dem Ende der Saison aus.

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"Sebastian Vettel ist älter geworden, hat sehr viel Geld verdient und eine Familie. Er hat sich ein wenig umorientiert. Jetzt hat er mehr Erfahrung und weiß genau, was da vor sich geht", so Kolles.

Kolles stellt klar: "Der Fisch stinkt immer vom Kopf! Ich sehe den Rennstall sich ins Nirgendwo entwickeln. Solange ein Herr Whitmarsh das Sagen hat und Herr Stroll nicht einsieht, dass er daheimbleibt und nur Vorgaben zum Budget gibt und die Leute arbeiten lässt, die sich auskennen und die richtigen Leute holt, die das Team führen, wird das nie im Leben funktionieren."

Ergebnisse Formel 1, Dschidda

01. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB18

02. Charles Leclerc (MC), Ferrari F1-75, +0,549 sec

03. Carlos Sainz (E), Ferrari F1-75, +8,097

04. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB18, +10,800

05. George Russell (GB), Mercedes W13, +32,732

06. Esteban Ocon (F), Alpine A522-Renault, +56,017

07. Lando Norris (GB), McLaren MCL36-Mercedes, +56,124

08. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT03, +1:02,946 min

09. Kevin Magnussen (DK), Haas VF-22-Ferrari, +1:04,308

10. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W13, +1:13,948

11. Guanyu Zhou (RC), Alfa Romeo C42-Ferrari, +1:22,215

12. Nico Hülkenberg (D), Aston Martin AMR22-Mercedes, +1:31,742

13. Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR22-Mercedes, +1 Runde

Out:

— Alex Albon (T), Williams FW44-Mercedes, Crash

— Fernando Alonso (E), Alpine A522-Renault

— Valtteri Bottas (FIN), Alfa Romeo C42-Ferrari

— Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL36-Mercedes

— Nicholas Latifi (CDN), Williams FW44-Mercedes, Crash

— Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT03, kein Start, Antriebsstrang

Nicht am Start:

— Mick Schumacher (D), Haas VF-22-Ferrari, Crash im Qualifying

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WM-Stand Fahrer

01. Leclerc 45 Punkte

02. Sainz 33

03. Verstappen 25

04. Russell 22

05. Hamilton 16

06. Ocon 14

07. Pérez 12

08. Magnussen 12

09. Bottas 8

10. Norris 6

11. Tsunoda 4

12. Gasly 4

13. Alonso 2

14. Zhou 1

15. Schumacher 0

16. Stroll 0

17. Hülkenberg 0

18. Albon 0

19. Ricciardo 0

20. Latifi 0

WM-Stand Konstrukteure

01. Ferrari 78

02. Mercedes 38

03. Red Bull Racing 37

04. Alpine 16

05. Haas 12

06. Alfa Romeo 9

07. AlphaTauri 8

08. McLaren 6

09. Aston Martin 0

10. Williams 0

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Mercedes-AMG Petronas Formula One Team

131

2

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Mercedes-AMG Petronas Formula One Team

88

3

Charles Leclerc

Scuderia Ferrari HP

75

4

Lewis Hamilton

Scuderia Ferrari HP

72

5

Lando Norris

McLaren Formula 1 Team

58

6

Oscar Piastri

McLaren Formula 1 Team

48

7

Max Verstappen

Oracle Red Bull Racing

43

8

Pierre Gasly

BWT Alpine Formula One Team

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MoneyGram Haas F1 Team

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Liam Lawson

Visa Cash App Racing Bulls Formula One Team

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